2024

Achtes Jahr : 285 nm
Sumlog : 23765 nm

Die Zeit vergeht

23.2.2024 - Vier Tage haben wir in Kalymnos auf angenehmeren Wind gewartet, sind gewandert und haben die Kneipen der Stadt getestet. Aber auch Bootswartung betrieben und Silvia hat lecker gekocht. Am Dienstag sind wir dann 30 sm auf der Kreuz nach Lakki, Leros gesegelt. Jetzt mit eher wenig Wind. Eine Nacht vor Anker, am nächsten Morgen das neue Code D abgeholt und Mittags haben wir eine Schleife gedreht, um es auszuprobieren. Jetzt wieder mit eher zu viel Wind, so dass wir das Segel nur 10 min. oben hatten. Es funktioniert, ist jetzt ordentlich aufgerollt und wartet auf seinen Einsatz. Gestern und heute Ölwechsel, Wassermacher einmotten, Edelstahl polieren, Kojen für die Gäste fertigmachen, Kühlschrank abtauen, Kissen abbauen und so weiter .... Morgen abend sind wir schon wieder im kalten Deutschland, das wird uns vermutlich erst mal schwer fallen.

Das neue "kleine Schwarze"
Zum Abschied
Einfahrt in die Lakki-Bucht
Sunrise Kalymnos

Sonntagswetter

18.2.2024 - Heute ist es herrlich warm, zumindest in allen windgeschützten Ecken. Draußen wehen nach wie vor deutlich über 20 kn von Norden und wir haben gerade beschlossen, noch zwei Tage hier in Kalymnos zu liegen. Es gibt ein kleines und wider unserer Erwartung sogar geöffnetes archäologisches Museum mit beeindruckenden Exponaten von der Insel. Hier ein paar Beispiele, alle aus dem ersten Jahrhundert vor Christus.

Tilofanten

17.2.2024 - Immer, wenn wir abseits bekannter Sehenswürdigkeiten unterwegs sind, finden sich besonders schöne oder kuriose Dinge. Auf Tilos gab es tatsächlich Elefanten, wie Knochenfunde von diesen, aber auch von anderem Großwild wie Hirschen, belegen. Gut auch, dass alle Rollervermieter im Winterschlaf sind, so haben wir die Energie aufgebracht und sind 500 Höhenmeter und 25km mit dem Radel quer über die Insel gefahren und haben mit Megalo Chorio und Mikro Chorio den Hauptort und den ehemaligen Hauptort, nun eine Geisterstadt, besucht.

Nach unserer Radtour haben wir um 14:00 spontan beschlossen, den etwas schwächeren Wind zu nutzen, um weiter nach Norden zu kommen. Wir kreuzten bis zum Ankerplatz vor der kleinen Insel Gyali, wo in Dunkelheit gegen 19:30 das Eisen in den Sand fiel. Die Insel ist ein einziges großes Bergwerk, hier wird vor allem Kaolin abgebaut, das u.a. im Papierstrich Vewendung findet. So habe ich quasi eine berufliche Verbindung zu diesem Ort. Am nächsten Morgen ging es früh um 8:00 weiter Richtung Kalymnos. Bis auf die letzten 8sm, die wir  im dritten Reff bei böigen 24kn gegenan erkämpfen mussten, eine angenehme Fahrt rund um die Ostspitze von Kos. In Kalymnos legen wir längsseits im Stadthafen an, der Hafenmeister will für zwei Tage 33€, das ist fair.

Heute dann eine Runde mit dem Roller über Kalymnos, leider bei sehr kühlem Nordwind mit 14° Höchsttemperatur. Wir entdecken wieder Neues: Eine kleine frei zugängliche Tropfsteinhöhle und die Felsenkriche Kyra Psili, für die wir 20 min. bergauf wandern dürfen!, um uns wieder aufzuwärmen. den Rest des Nachmittags sitzen wir jetzt im warmen Zuhause, schauen dem Treiben der Stadt Kalymnos zu und arbeiten an diesem Text.



Panagia Kyra Psili
Wer sein Rad liebt ...
Stilleben vor der Kirche
Mikro Chorio
Vor der Höhle
Im Allerheiligsten
Der Tilofant
Makro Chorio
Ganz alt
In der Höhle
Die Kapelle

In aller Kürze

14.2.2024 - Heute nur eine kurze Zusammenfassung, wir sind mit vielen organisatorischen Dingen jenseits des Segelns beschäftigt. Im Mandraki Hafen haben wir gut gelegen und das heftige und sehr ausdauernde Gewitter am Ende der Südwindphase gut überstanden. Von Rhodos ging es 24sm zu einer Zwischenübernachtung in der Panormitis Bucht. Dor steht ein sehr schönes aber irgendwie ausgestorben wirkendes Kloster. Heute morgen ging es weiter bei heftigem Wind und sehr kurzer Welle hart am Wind nach Tilos. Hier werden wir wohl zwei Nächte bleiben, morgen kachelt es noch mehr. Es ist sonnig und angenehm warm, dennoch wirkt auch hier alles ausgestorben.

Heute beim Segeln habe ich wieder am Handy mit iMovie herumgespielt, toll, wie einfach sich da kleine Videoschnipsel machen lassen. Für die Auswahlmöglichkeiten der Hintergrundmusik muss ich allerdings die Ohren um Gnade bitten.

Chuzpe und Charme

10.2.2024 - Gestern sind wir 31sm von Symi nach Rhodos gesegelt und haben unterwegs einen Arzt ausfindig gemacht, Silvia hat sich eine Harnwegsentzündung eingefangen. Unsere Hoffnung war, einen Platz im Stadthafen Mandraki zu bekommen und wir haben es geschafft: Erst mal schnell angelegt und als dann der sehr nette Hafenmeister George kam und uns erklärte, im Winter sei eigentlich geschlossen, haben wir es geschafft, ihn mit unserem ganzen  Charme zu überreden, uns doch liegen zu lassen, auch weil wir ja zum Arzt wollten. Letzterer war denn auch super nett und kompetent, Silvia ist ohne Antibiotika auf dem Weg der Besserung. 

Heute dann eine Tour mit dem Mietwagen durch die Berge zu einem der allzeit bei uns beliebten "lost places", der "Villa Mussolini".  Vor hundert Jahren haben die damals hier herrschenden Italiener viel Aufforstung betrieben und Dörfer in den Bergen angelegt. Darunter Krankenhäuser, Hotels im Alpenstil, Bunker und eben diese Villa, die Mussolini nie besucht hat. Im Sommer ist die Kühle des Nordhanges sicher angenehm, jetzt im Winter war es eher frostig dort oben.

David und Goliath - graskarpfen im Port Mandraki. Eindeutig das schönste Schiff, finden wir ;-)

Auf dem Weg nach Rhodos

9.2.2024 - Wir ankern eine Nacht in der uns wohlbekannten Pedi Bucht südlich der Stadt Symi. Die obligatorische 40 min. Wanderung in die Stadt ist gutes Training für die Beine. Nach einem ausnahmsweise mal wirklich leckeren Gyros geht es im Turbomodus zurück, denn ein Gewitter zieht auf und begleitet uns durch die ganze Nacht. Warmer Südwind trifft auf vereiste Türkei. Eine gute Stunde um 3:00 morgens laufen die Motoren Standby. Wenn der Anker geschlupft wäre, hätten wir wenig Raum nach achtern gehabt um zu reagieren, aber es war unnötig, er hat gehalten.

Eine unruhige Nacht

Mythologie

8.2.2024 - Heute morgen gegen 9:00 haben wir bei recht heftigem Gegenwind die Leinen losgeworfen und sind hart am Wind, zunächst bei sehr unangenehmer Welle und böigem Wind, später angenehmer nach Symi gesegelt. Direkt nach Rhodos hätten wir vom maximal segelbaren Winkel gegen den Wind nicht geschafft und Kreuzen wollten wir nicht, daher dieser Zwischenstopp. Es ist weiterhin angenehm warm, inzwischen leider etwas gewittrig.

7.2.2024 - Der Mythologie zufolge entstand Nisyros, als Poseidon während der Gigantomachie in Kos ankam, um den Riesen Polyvotis zu verfolgen. Um ihn auszurotten, schnitt er ein Stück Kos ab und warf es auf Polyvotis. Dieses Stück zerschmetterte den Riesen und gilt als Nisyros. Die periodischen Vibrationen aufgrund der vulkanischen Aktivität der Insel werden auf das Gebrüll des Riesen Polyvotis zurückgeführt, der versucht, sich von der Last des Felsens zu befreien, der seit Jahrhunderten auf ihm ruht. 

Wir haben heute auf dem so entstandenen Felsbrocken eine ordentliche Wanderung durch ein schönes Hochtal mit basaltischen Kunstwerken bis hinauf auf den höchsten Berg der Insel gemacht, immerhin fast 500 Höhenmeter, das ist doch was, für die winterfaulen Knochen.

  • Castro

  • Stilleben

  • Minoische Gewölbe

  • Opferstein

Balsam ...

6.2.2024 - ... für die Seele sind das warme Wetter und unser Besuch auf Nisiros. Wir waren schon öfter hier, und entdecken jedes Mal ewas Neues: Diesmal lernen wir abends in einer der wenigen offenen Kneipen Peter kennen, einen Deutschen, ehemaliger Kameramann bei Film und Fernsehen, der hier ein Haus hat und jedes Jahr viele Monate hier verbringt. Er verrät uns ein paar versteckte Schönheiten und die erste haben wir heute besucht: eine Felsensauna an der Südseite der Insel. Auf dem Weg dorthin genießen wir das üppige Grün des Frühlings, sehen viele Vögel, sogar Kaiseradler und wilde wie auch zahme Landbewohner auf vier Beinen. Die Sauna ist etwa 45° warm, das reicht zum ordentlichen Schwitzen. 

Reisevorbereitungen

3.2.2024 -  Die letzten Tage sind wir ein wenig in und um Lakki unterwegs gewesen, haben eingekauft, die Impeller getauscht und heute morgen kam die Inspektionsluke für den Tank. Mit der Schieblehre als Schneidwerkzeug wurde das Loch mühsam geschnitten und der Blick in die rechte Hälfte des Tanks bestätigte die dringende Notwendigkeit dieser Mühe. Mit einer kleinen Tauchpumpe haben wir den Boden freigesaugt, diesen Diesel werden wir entsorgen. Den Rest haben wir dann einmal komplett gefiltert und mit Überdosis gegen den "Diesel bug" hoffentlich stabilisiert. Biodiesel ist einfach eine Plage. So wie uns geht es vielen Booten, Agrargeräten, Notstromaggregaten und allen anderen Dieseln, die auch mal ein paar Monate stehen.

5.2.24 - Ohne Worte :-))

Leros revisited

29.1.24 - Gestern und heute weht ein heftiger Nordwind, der uns trotz Sonnenschein deutlich daran erinnert, dass es Ende Januar ist. Was soll´s, die Heizung macht einen prima Job und Wandern geht immer. Wir kennen Leros nun schon ganz gut und dennoch entdecken wir Neues: Heute eine weitere Ruine aus dem zweiten Weltkrieg mit beinahe amüsanten Hinterlassenschaften der armen Schweine, die für den Irrsinn ihrer Regierung hier bluten mussten. Wieso eigentlich lernt die Welt nicht daraus? Wozu um Himmels willen, gibt es eigentlich Geschichtsunterricht? 

Bruegel lässt grüßen - da hatte einer künstlerisch wirklich was drauf

Dahoam !?

27.1.24 - Gestern morgen um 7:00 sind wir ins Auto gestiegen, Aegean Airlines hat uns pünktlich um 14:30 in Athen aus dem Flieger gelassen und die Bahn hat uns ebenfalls pünktlich! nach Piraeus befördert. Zwei Kilometer Fußmarsch, angereichert mit einem Einkauf im Supermarkt und wir stehen mal wieder vor der Blue-Star 2 an Pier E1, die ebenfalls pünktlich um 18:00 ablegt. Es ist tiefste Nebensaison und die Tickets sind so preisgünstig, dass wir uns eine Außenkabine leisten. Gerne wären wir bis zum Morgen mitgefahren, aber um 3:00 werden wir geweckt und um 4:00 stehen wir in der Marina Evros vor dem graskarpfen. Nach einer Planke müssen wir etwas suchen, aber eine halbe Stunde später liegen wir in den Federn. Es ist ziemlich frisch, die Heizung will erst mal nicht, die brauchte, wie nach fast jeder längeren Pause, heute erst mal ein "Bleeding", eine Entlüftung der Dieselzuleitung.  

Wir fühlen uns gleich wieder wie zuhause und fragen uns mal wieder, wo das denn genau ist. Silvia sieht das wohl so 30/70 und Jürgen so 70/30 Boot versus Bayern. Gemeinsam haben unsere beiden Zuhause auf jeden Fall, dass die Heizungen nicht funktieren. Auf dem Boot ließ sich das jetzt mit 3 h Schrauberei beheben, in Scheuring wird es wohl Frühling werden müssen. Auf jeden Fall gut, dass sie hier jetzt läuft, es ist ein Schlechtwettergebiet angekündigt. Heute hat uns das Wetter verwöhnt, wir sind 24 km auf der Insel herumgeradelt, haben Gemüse und sonstiges Essen eingekauft und genießen nun den ersten Abend hier.

Bei Agia Marina auf Leros
Luxus
Blick aus unserem Fesnter: Die Bluestar verläßt den Pier in Piraeus

Fest im Griff

21.1.2024 - Der Winter hat das Land fest im Griff. Immer wieder Schnee und immer wieder Temperaturen um -10° Celsius. Schön! Wir stapfen  durch den Schnee, machen Langlauf und schüren fleissig unsere Holzöfen, denn die Wärmepumpe verweigert seit einem ganzen Monat ihren Dienst. Das ist komplexe Technik und die Diagnose zieht sich in die Länge. So leben wir zwar billig, aber anstrengend. Mal sehen, langsam lockt unser Boot, vielleicht sind wir nächste Woche schon dort.

Familie, Freunde und Freude

Eigentlich gehören die meisten Bilder noch ins alte Jahr. Dennoch leiten die Weihnachtstage und Silvester das neue Jahr ein, deshalb an dieser Stelle: Wir waren in Köln zum 84. Geburtstag meiner Tante Irmgard, in Heimbach bei Silvias Familie zum heiligen Abend und bei guten alten Freunden in der Gegend. Silvester hatten wir Besuch und haben das letzte noch nicht renovierte Zimmer im neuen Heim für ein leckeres Mahl und eine für unsere Alterklasse recht ausgelassene Feier genutzt. Jetzt schauen wir mit Neugier nach vorne und sind gespannt, was uns 2024 bescheren wird.

Winterstimmung am Ammersee

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