2023


Siebtes Jahr : 0 nm, Sumlog: 20429 nm

Das Orakel

6.2.2023 - Nach dem Studium der Wetterkarte hat Silvia herausgefunden, dass jeden ersten Sonntag im Monat der Eintritt in Delphi frei ist. Es sind zwar 140 km mit dem Auto, nicht gerade um die Ecke, dennoch sind wir losgefahren und hatten einen sicher ungewöhnlichen Nachmittag: Delphi fast ohne Besucher, dafür mit schneidend kaltem Wind und Schneetreiben. Ein Podcast zweier Historiker über die Geschichte des Orakels hat uns nicht nur die Fahrt verkürzt, sondern auch die Phantasie während des Besuches angeregt. Dieses schlaue Marketing der vorchristlichen Zeit wirkt bis heute: dem Ort geht es wirtschaftlich augenscheinlich weit besser als der Umgebung, auch wenn die Schatzhäuser der Stadtstaaten heute nicht mehr gefüllt sind.

Der Wagenlenker
Sehr viel Text, den wir leider nicht lesen können
Ar...- / nein Wetter-karte

5.2.2023 -  graskarpfen ist bereit zum Segeln, wir sind proviantiert und bleiben doch erst mal im Hafen. Es wird in der nächsten Woche kontinuierlich kälter und der Ostwind steigert sich auf über 30kn. Mesolongi ist wohl noch einer der angenehmsten Spots hier in der Gegend. 

Unwirtlich

4.2.2023 - Das Wetter ist leider der Jahreszeit entsprechend und soll erst mal noch schlechter werden. Heftiger Gewitterregen, Nachtfrost und sonnige Abschnitte mit immerhin bis zu 14°C geben sich die Hand. Zeit zum Einkaufen und für die restlichen Wartungsarbeiten wie Wechsel der Vorfilter und Wasserabscheider an beiden Maschinen sowie Entlüften des Zulaufs der Standheizung. Letztere läuft jetzt einwandfrei, das hatten wir noch nie ;-) Die Fock ist montiert, wenn die Verhältnisse besser werden, können wir die Leinen loswerfen. Heute haben wir eine kleine Landtour zu einer alten griechschen Stadtfestung, einem Felsenkloster und einem Wasserfall unternommen. Der Ausblick über das Marschgebiet um Mesolongi ist wirklich großartig.

  • Die Lagune

  • Mesolongi

  • Ancient Pleuron

  • Panagia Eleusa Kloster

Augsburg - Slowenien - Bosnien Herzegowina - Kroatien - Albanien - graskarpfen

Der erste Morgen

29.1-2.2.2023 - Seit Sonntagvormittag sind wir wieder unterwegs. Unser graskarpfen hat jetzt 3 1/2 Monate hoffentlich gut vertäut in der Marina Mesolongi ausgeharrt und wir haben das Gefühl, jetzt endlich mal danach schauen zu müssen. Flüge in die Nähe gibt es in dieser Jahreszeit nicht, und so beschließen wir in Etappen über den Balkan mit dem Auto zu fahren. Zeit Podcasts über die wechselvolle Geschichte des Balkans zu hören und unterwegs bosnische Handwerker zu besuchen, die uns bei unserem Bauprojekt geholfen haben. Unser erster Stop nordöstlich von München gilt unseren Segelfreunden von der Mimi, die hier ein Haus im Grünen sanieren. Als Überraschung schauen wir für einen Kaffee in die Baustelle hinein. Dann geht es weiter durchs verschneite Österreich nach Maribor, wo wir nach 600km erst mal übernachten. Nach kurzer Besichtigung der Stadt rollen wir Richtung Zagreb, aber auch hier ist es kalt und zugig. Einen Kakao im Kaffeehaus und einen Rundgang ums Theater, mehr gönnen wir der Stadt nicht. Wir wollen zum späten Nachmittag im Norden Bosniens ankommen und lassen Google Maps den kürzesten Weg planen, weil wir etwas über Land fahren möchten. Nun, es wird spannend, die Strasse immer kleiner, dann mutiert sie zum Feldweg, der Schnee rückt nahe ans Auto heran und es wird richtig bergig. Wir fahren durch ehemaliges Kriegsgebiet an der Grenze, die Häuser sind zerschossen und verlassen, irgendwie unheimlich. Den Grenzübergang, den Google hier verzeichnet hat gibt es nicht und wir müssen 50 km Umweg fahren, um nach 20 min. Anstehens in Bosnien-Herzegowina einreisen zu dürfen. Aber nur bis zum Zoll, denn der moniert unsere mitgebrachten Blumengeschenke sowie die restlichen Lebensmittel, die wir von zuhause mitgenommen hatten und schickt uns wieder aus dem Land. Einmal Mülleimer und zurück sozusagen. Durch´s wunderbare Tal der Una fahren wir dann zu unseren Freunden, die hier als Großfamilie ein ganzes Tal mit sicher 30 Häusern und mehreren Moscheen besiedeln. 24h genießen wir eine wunderbare Gastfreundschaft, lernen einige Mitglieder der Familien kennen und trollen uns erst am nächsten Nachmittag. Wieder Fahrt durch entleertes Grenzgebiet und wunderbare Landschaften bis wir in Split die Lust am Fahren verlieren und uns erst mal ein Zimmer suchen. Morgens dann kurze Fahrt nach Dubrovnik, Stadtrundgang und dann weiter über kleine Strassen nach Albanien. Hier kommen wir in die Nacht, das Fahren wird durchaus anspruchsvoll, denn jede Menge unbeleuchtete Gefährte, Menschen und Tiere bevölkern die dunkle Strasse. Südlich Tirana haben wir ein Zimmer reserviert und sind froh, dort ohne Zwischenfälle anzukommen. Morgens rollen wir durch das wunderbare Tal des Flusses Vjose, wohl der letzte völlig unregulierte größere Fluß Europas. Es gibt intensive Diskussionen, ob die Ernennung zum Nationalpark oder der Bau eines Waserkraftwerkes den größeren Nutzen für Albanien bringt. Die restlichen 500km nach Mesolongi sind gestern dann schnell abgespult und um 16:00 Ortzeit stehen wir am graskarpfen. Alles scheint zu funktionieren, sogar die Heizung springt an, unentbehrlich in dieser Jahreszeit.

Start ins Jahr

Noch haben wir nur schemenhafte Vorstellungen unserer Pläne für dieses Jahr - so wie auf diesem Bild aus dem Skigebiet Mellau. We´ll keep you posted ;-)

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