2021

J    F     M     A     M     J     J     A     S     O     N

 Fünftes Jahr : 2799 nm, Sumlog: 18389 nm

Übersetzungen / Translations

An langen dunklen Wintertagen schaut man gerne noch einmal zurück, zieht Bilanz und macht Pläne für das neue Jahr. Gemischt mit ein wenig Spieltrieb kommt so wieder ein kleines Video unserer diesjährigen Tour zustande. 

Auch unser fünftes Jahr - irre, wie die Zeit vergeht - war ein schönes Segeljahr. Mit weniger als 300l Diesel und 15kg Gas sind wir über 5000km gesegelt und haben viele wunderbare Orte dieser schönen Welt teils alleine und teils mit Freunden besuchen dürfen. Unsere Outremer hat uns ohne nennenswerte technische Zicken sicher befördert. Seit dem Einsatz unseres SailingGen Hydrogenerators ist Strommangel Vergangenheit und das neue 3,60m Highfield Dinghi ist ein Traum, da hatten wir als Ankerlieger am falschen Ende gespart. Goodbye 2021 - Welcome 2022!

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

21.12.2021 - Ein etwas spezielles Jahr liegt im Kielwasser: Uns geht es  persönlich gut, wir sind bislang gesund geblieben und haben fast 6 Monate unterwegs mit graskarpfen genießen dürfen. In der Welt passieren derweil merkwürdige Dinge, aber ab morgen geht es wieder aufwärts, die Tage werden länger und mit ihren scharfen Augen und Ohren hört und sieht die weise Eule hoffentlich schon viel Gutes vom neuen Jahr. Wir wünschen allen Lesern dieses Blogs Gesundheit, Glück und Freude.

Silvia & Jürgen

Dezember 2021


Der Winter hat auch schöne Seiten

11.12.2021 - Die letzten Wochen waren prall gefüllt mit Besuchen, Arbeit an verschiedenen Projekten und ab und zu etwas Heimweh nach dem graskarpfen. Gestern Abend haben wir mit Cathleen und Michael in dichtem Schneetreiben eine kleine Wanderung durch und um Scheuring gemacht und diese schöne Stimmung erlebt:

November 2021


Mind & Body

18.11.2021 - Letzte Woche waren wir lernend unterwegs: Silvia mit Kopfarbeit in der Falknerei Burg Rabenstein und Jürgen zur körperlichen Ertüchtigung in El Gouna zum Kitesurfen. Die Arbeit mit Greifvögeln ist faszinierend und beeindruckend. Sieben Tage hat Silvia in der Kälte ausgehalten und 10 Stunden am Tag die Schulbank gedrückt. Jürgen war mangels Wind sehr viel weniger fleissig, nur knapp zwei Tage hat es ausreichend geblasen, aber dennoch sitzen die Grundlagen des Kitesurfens jetzt ganz gut, Höhe laufen klappt ordentlich und dem eigenständigen Kiten steht nichts mehr im Wege. Beide haben wir nun eine Erkältung (nein, kein Corona) auszukurieren.

Aufgepasst!
Endlich Wind!

Falknerei Rabenstein

El Gouna, Ägyten

Oktober 2021


Herbst

31.10.2021 - Seit ein paar Tagen sind wir wieder in Augsburg und organisieren unser Landleben. Es gibt viel zu  tun, aber nicht zuviel, um unserer alten Angewohnheit ausführlicher Wanderungen in der Umgebung nicht frönen zu können. Noch ist es warm und die Herbstfarben schmeicheln der Landschaft.

Grounded

27.10.2021 - Von Morgiou ging es am Samstag in die Nähe von Fos und am Sonntag an den Anleger der Port Navy Marina. Dorthin kam um 17:00 Silvia mit dem Auto, eine große Hilfe für all die Arbeiten, die jetzt zum Einwintern des Bootes fällig waren. Am Montagnachmittag wurde dann der graskarpfen aus dem Wasser gelupft und mit ordentlichen Gummipolstern auf vier Klötze gestellt. Wir haben von Montagmorgen bis Dienstagabend im Akkord gearbeitet und uns dann auf den Heimweg gemacht. Unglaublich, wie schnell die 5 1/2 Monate auf dem Boot vergangen sind. Mit etwas Wehmut blicken wir zurück und  freuen uns gleichzeitig auf unsere Freunde zuhause und andere neue Erlebnisse. 

Logbuch mit langer Arbeitsliste
Eins
Zwei
Drei

Calanques - Morgiou

22.10.2021 - Der Ankerplatz vor Morgiou hat sich als ausgezeichnet erwiesen: fast kein Schwell und vom ordentlich blasendem Mistral kommt in dieser Ecke nur die Hälfte an. Am Nachmittag stand eine kleine 2 1/2 h Wanderung rund um das Felsenmassiv im Osten der Bucht auf dem Programm. Herrlich! Die Tief- und Weitblicke über die weiße Calanques-Küste sind beeindruckend und die Sonne hat mich noch einmal sehr verwöhnt. Abends Spaghetti Bolognese und ein kleine Erkundungstour mit dem Dinghi, kurzum, "you can call it a day".

Kontraste

21.10.2021 - Vorgestern war Pausetag: Ohne Wind bewegt sich ein Segelboot eben nicht. In Superschleichfahrt ist graskarpfen in eine kleine Bucht im Westen der Insel Porquerolles umgezogen. Für den Skipper blieben ein Spaziergang und eine größere Runde mit dem SUP zur Tagesgestaltung. Gestern dann wehte es mit 10-14 kn von Süd, später Südost, es war warm und sonnig, kurzum ein perfekter Segeltag mit vielen Booten auf dem Wasser. Ziel: die Bucht von La Ciotat. graskarpfen hat sich gleich auf den ersten Meilen an eine sehr schöne Hallberg Rassy 48 herangeschlichen und war unter Fock und Groß vielleicht einen halben Knoten schneller. Aber die Schweizer Crew war trotz netten Grüßen aus 50m Entfernung wohl nicht angetan von diesem "Besuch", so dass ich schnell wieder abgefallen bin. Dort erst mal die Fock weggerollt und das Code 0 gezogen, nun lief graskarpfen gut 2 kn schneller als die HR48. Nach 3h Halbwind, der leider zu Lasten der Geschwindigkeit auf Raumschots drehte, wurden die Kräne von La Ciotat sichtbar. Mit der Sonne im Rücken und schwarzen Wolken hinter der Stadt ging es an den bereits wohlbekannten Ankerplatz auf einem Stück Sand nördlich der Marina. Abends Landgang. Heute morgen dann ein längerer und heftiger Regenguss und ein 360° Schwenk um den Anker herum, gerade genug Zeit, um zu Frühstücken und diese Zeilen zu schreiben.Jetzt sieh es klarer aus, mal sehen, ob die Klippen der Stadt heute zugänglich sind. Vor 5 Jahren haben wir es bei Sperrung wegen Windes heimlich versucht, dort hinauf zu gelangen, wurden aber vom Ranger des Naturparks abgefangen und zurückgeschickt ;-) 
P.S.: Ja, heute konnte man hinaufsteigen, Bilder kommen morgen. Heute Abend noch 9 sm nach Cassis gesegelt, Ankerplatz für zu rollig befunden und weiter in die Calanque von Morgiou. Hier ist es ruhig, aber völlig dunkel und ausgestorben.

Im Regen vor La Ciotat
La Ciotat und die Calanques Figuerolles vom Ankerplatz aus gesehen
SY Whisper
Porquerolles

Auf dem Weg zum Winterlager

18.10.2021 - Es sind gerade noch einmal schöne Spätsommertage hier. Nachts ist es unter 10°, aber sobald die Sonne herauskommt, wird es warm, bis 23° heute. Gestern ging es aus der Gegend von St. Tropez meist in Schleichfahrt unter Code D bis zur Ile de Port Cros. Im Nordosten ist eine schöne  Ankerbucht, die allerdings zu meiner Verblüffung noch 13 weitere Yachten beherbergte, als ich in der Dämmering einlief. So musste graskarpfen seine komplette 70m Kette auslegen, um auf 18 m Wassertiefe zu ankern. Heute dann entspanntes Spaßsegeln gegen 8-12 kn Wind unter Code 0 in das 10 sm entfernte Hyeres Port. Unterwegs gab es einige schöne kleine Wettfahrten mit anderen Booten, das neue Segel zieht sehr ordentlich, graskarpfen hat es gefreut ;-) 

  • Das "kleine Schwarze"

  • Voller Ankerplatz, sicherheitshalber mit Ankerradar

  • Flotter Nachbar, eine Dragonfly 920 Extreme

  • Morgenwanderung Ile Port Cros

Dies & Das

16.10.2021 - Zu Egons 96. Geburtstag hatte uns die Lufthansa nach Deutschland gebracht. Jürgen ist am nächsten Tag wieder zurück zum Boot, Silvia bleibt für einige Termine zuhause. Im Gepäck ist ein neuer Heizstab für den Warmwasserbehälter und das führt nach der Ankunft im Port Vauban zu einer halben Nacht Schrauberei. Die Opferanode des defekten Heizstabes war nur noch Brei, weswegen der Tank ausgebaut und gereinigt werden musste. Das Ersatzteil hat nicht viel Freude gemacht, das Gewinde war schlecht gearbeitet und musste mühsam nachgefeilt werden, damit es sich eindrehen ließ. Nun gibt es wieder sauberes warmes Wasser auch bei Landstrom. Gestern dann Schleichfahrt unter Segel bis Cannes und Besuch der Ile St. Marguerite mit dem Dinghi. Hier war einst der berühmte unbekannte Gefangene mit der schwarzen Maske interniert. Auch heute ist fast kein Wind, graskarpfen macht knapp 3kn bei achterlichen 5kn Wind. Mal sehen, ob sich noch eine Thermik entfaltet und bis St. Tropez schiebt, oder ob ich vor dem Esterel Gebirge Anker werfe.

  • Fort Vauban

  • Ile St. Marguerite

  • Riesenpalmlilie

  • Fort Royal

  • Cannes

Happy Birthday Egon !

Just for fun

10.10.2021 - Heute morgen wollten wir eigentlich nur die 5sm zum Port Vauban segeln. Dann wehte es mit 18kn ablandig, keine Welle aber richtig schnelles Segeln >10kn und wir brachten es nicht über uns, die Segel zu bergen. So wurden es fast 30 Meilen mit einer Spritztour entlang der Promenade des Anglais in Nizza. Jetzt liegen wir im Hafen der Megayachten und freuen uns über das Flair von Antibes. 

  • Boulevard des Anglais, Nizza

  • Hurra, es gibt wieder Flugzeuge am Himmel

  • ;-)                                                         

"Nomade"  von Jaume Plensa, 2010

Korsika - Antibes

10.10.2021 - "Seit 2:50 brausen wir durch die Nacht in Richtung Antibes und nutzen den Tramontana, der von Genua herunterbläst. Jetzt, um 4:30 haben wir 13,5 sm im Kielwasser. Beide Segel im 3. Reff, COG 300°, SOG 9,5 kn, Wind 25 kn NO". Tja, das hatten wir gestern morgen geschrieben, aber es ging mangels Empfang nicht mehr raus. Mit Ausnahme der letzten 5 Meilen hatten wir eine flotte Überfahrt, der Anker fiel nach 14 h und trotz ziemlich heftiger Wellen war der Halbwindkurs nicht unangenehm. Jetzt liegen wir vor Antibes auf Reede, heute morgen gab es frisches Baguette, welch eine Freude. Heute Nachmittag gehen wir in den Hafen von Antibes und übermorgen fliegen wir zum 96. Geburtstag von Jürgens Vater nach Deutschland. In den letzten Tagen hatten wir noch ein paar schöne Erlebnisse während unserer Kurzaufenthalte auf Elba und Korsika, die kommen jetzt einfach als Bilderalbum unter diesem Text. 

Starker Anfang, schwaches Ende

7.10.2021 - Bei Dunkelheit loszusegeln haben wir uns verkniffen. Am Anker wehte es  mit 25 kn und am Ende der Bucht sahen wir im Lichterschein der Stadt ordentlich Gischt von den einlaufenden Wellen abwehen. Um 7:45 ziehen wir dann doch den Anker aus dem Schlamm. Im 3. Reff kreuzen wir 2 Schläge aus der Bucht, dann können wir uns freisegeln vom Land und Kurs auf Cap Corse absetzen. Die Fahrt war recht wild, Gischt kam ständig über das ganze Schiff, aber graskarpfen hat sich wacker auf Halbwind, mit etwa 9,5 kn Fahrt bei 28 kn Wind, durch die Wellen gefräst. Kurz vor Capraia schwächte der Wind auf 20 kn ab und in der Wellenabdeckung der Insel wurde bequem komplett ausgerefft. Bis zum Cap Corse fiel der Windmesser dann auf 10 kn achterlich, also Schleichfahrt. Leider mit Welle, die eher zu 25 kn passte, das ergibt ein arges Geschüttel. Trotzdem hat Silvia einen leckeren Auflauf gezaubert und der beim Segeln allgegenwärtige Hunger konnte gestillt werden. Die 20 Meilen vom Cap bis Saint Florent waren dann angenehm, aber verwöhnt wie wir waren, viel zu langsam. Nun liegen wir vor Anker, sind nach Landgang mit einem Glas Wein und einem Stück Pizza nochmals gesättigt und freuen uns auf unser erstes Baguette in Frankreich morgen.

28 kn Halbwind und ordentlich Welle
Die Sonne kommt raus

Wetter

6.10.2021 - Heute Nachmittag wird sich der Mistral durchsetzen, es wird also ordentlich von Westen her wehen. Um Mitternacht kippt der Wind dann auf Nord und wird sich innerhalb der nächsten 24 h wieder bis auf etwa 25 kn aufbauen - nicht gerade komfortabel für die Überfahrt nach Korsika. Befragt man die verschiedenen meteorologischen Modelle, so findet sich für 6 Uhr Morgens alles zwischen 14 und 28 kn Wind, also alles zwischen gemütlich und heftig. Klar, in der Übergangsphase zwischen zwei Wetterlagen ist die Vorhersage naturgemäß ungenauer. Die Idee ist gerade, morgen sehr früh Richtung St. Florent loszusegeln und falls es zu wild wird, einfach wieder umzudrehen. Im Lauf der nächsten zwei Tage soll sich der Wind abschwächen und auf Nordostdrehen, das wäre dann ideal für die Überfahrt an die Cote d´Azur. Entweder 16h von St. Florent oder 24h von Elba aus, je nachdem, wie wir morgen früh entscheiden. Am Samstag dürfte es passen, da stimmen die Wettermodelle überein und prognostizieren zwischen 15 und 18 kn Wind, ideal, um mit Höchstgeschwindigkeit voranzukommen.

Portoferraio

5.5.2021 - Letzte Nacht tobten einige Gewitter über uns, haben mit 35 kn Wind unseren Anker aber nicht allzu sehr gestresst und die Blitze trafen freundlicherweise daneben. Wind zur Weiterfahrt sollte heute nur in der Frühe wehen, so dass es um 6:30 "Anker auf" hieß, um die gut 20 sm nach Portoferraio zu segeln. Wir waren anfangs skeptisch, auf eine so bekannte Tourismus-Insel zu gehen, aber schon bei der Einfahrt in die Bucht positiv überrascht. Der Ort hat enormen Charme und das Schlendern durch die Gassen auf Napoleons Spuren, die vielen angenehmen und geöffneten! Restaurants sowie ein leckeres Eis zum Nachtisch haben uns sehr gefallen. Unser Dinghi hatten wir im Schatten einer Sunreef 80 geparkt. Auf dem Rückweg kamen wir mit den beiden Schweizer Eignern in ein nettes Gespräch und haben dann noch ein paar Stunden an Bord philosophiert. Morgen wollen wir uns etwas Fahrbares besorgen, und den vermutlich einzigen Tag vor dem Wetterfenster zur Überfahrt an die Cote d´Azur, zu einer Inselrundfahrt nutzen.

Schöne Altstadt, Tor zum Hafen
Blick von der Burg

Historisch nachgestellte Bilder der napoleonischen Zeit in der Stadt

Punta Ala statt Elba

4.10.2021 - Um 9:30 geht der Anker auf, wir setzen das Groß im 2. Reff und nehmen Kurs auf Elba. Nachdem wir aus der Wellenabdeckung von Giglio herausgesegelt sind, wird die Fahrt anstregend: Der Wind schiebt mit 24-28 kn, graskarpfen klettert dabei mit 8-9 kn auf die gut 2 m hohen Wellen, um dann mit 12-16 kn im Surf hinunter zu gleiten. Und die Dynamik steigert sich beständig, so dass wir uns die Umrundung des Ostkaps von Elba eher unangenehm vorstellen. So entscheiden wir kurzfristig, stattdessen hinter Punta Ala zu ankern, und morgen bei weniger Wind nach Elba zu gehen.  

Giglio

3.10.2021 - Gestern Nacht um 23:45 fiel der Anker vor Campese auf Giglio. Die Insel erlangte vor knapp 10 Jahren traurige Berühmtheit, als Kapitän Schettino das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia zu nahe an der Insel vorbeiführte, dabei an einem Felsen aufschlitzte und direkt vor der Hauptstadt auf Grund lief. Dass er dann auch noch als einer der Ersten von Bord gehen wollte, wurde ihm nicht positiv ausgelegt. Aber kommen wir zu den schönen Seiten: Die Insel ist sehr grün, hat einen immerhin knapp 500m hohen Berg und darunter den schönen Ort Castello. Beides haben wir heute erwandert und bei Wind und Wolken tolle Lichtspiele mit Blicken von Korsika bis Elba erleben dürfen. Die Bewegung tat gut nach den 84 sm gestern. Silvia hat noch einen draufgesetzt und ist eine Runde geschwommen - bei nur noch 23° Wassertemperatur, grrr.

Tolles Segelwetter auf dem Schlag Rom - Giglio
Campese mit graskarpfen
Top of Giglio
Castello mit Kunstausstellung

September 2021


Die ewige Stadt

2.10.2021 - Heute ist gemäßigter Scirocco, also Südwind angesagt und wir wollen ihn nutzen, um bis Giglio, mindestens aber bis Giuannutri zu segeln, je nachdem wie wir vorankommen. Es weht zunächst schwach, nur 6-8 kn schieben uns an, dann zieht ein Gewitter durch und mit bis zu 20 kn Wind geht es eine gute Stunde ordentlich voran. Nach der Front bekommen wir wieder 9-12 kn genau von achtern, nicht toll, aber fürs Kreuzen mit  gut 6 kn unter Code D reicht es. Jetzt, um 18:45 sind die Rombilder auf den PC geladen, die Sonne verschwindet gleich vor der Bugspitze in WNW und die beiden Inseln sind gut zu sehen: Giannutri in 12sm, Giglio in 25sm Entfernung. Entschieden haben wir uns noch nicht, der Ankerplatz auf Giglio ist viel besser, aber der Wind muss durchhalten ...

1.10.2021 - Gestern ging es früh mit Bus und Zug wieder nach Rom und dort nach einem kleinen Frühstück ins Kolosseum und das Forum Romanum. Hier war es nun deutlich voller als in den bisherigen Sehenswürdigkeiten, wir konnten dennoch Karten ergattern und uns gedanklich in diese phantastische Hochkultur vor 2000 Jahren hineinversetzen. Wir wollen jetzt nicht in die Details einsteigen, es gibt genügend Geschichtsbücher und in der Schule war das einst ja auch ein wichtiges Element. Wir haben es sehr genossen, nachdem wir beschlossen haben, die Menschenführung nach Art einer Schafherde auszublenden. Das war noch vor 20 Jahren so viel freier und anders, der Tribut an den Massentourismus und Corona ist hoch - so hoch, dass wir wohl auf absehbare Zeit keine dieser Top-Sehenswürdigkeiten mehr ansteuern wollen. Für die spanische Treppe und den Trevi Brunnen und für all die anderen Dinge in dieser wunderbaren Stadt fehlte uns dann die Energie und wir traten die Rückfahrt zum graskarpfen an. Noch eine große Einkaufsrunde durch den Carrefour und dann die Füße hochlegen: Ein weiterer schöner Tag durfte bei leckerem Rotwein und Weißbrot mit Guacamole ausklingen. 

30.9.2021 - Gestern hat uns von Ponza aus ein Windhauch zunächst zur Nachbarinsel Palmarola und dann gleich weiter nach Anzio geschoben. Aber immerhin, die Zeit des Motorens ist  überwunden. Anzio präsentiert sich als  nettes kleines Städtchen - Silvia kauft noch ein paar Hosen für die kommenden kühleren Tage - aber es zieht uns gleich am nächsten Mittag weiter Richtung Tibermündung. Dort ankern wir im letzten Tageslicht bei wenig Welle zwischen der Flussmündung und der Einfahrt zur Marina di Roma. Am nächsten Morgen dann Festmachen in der Marina und gleich ein Ausflug mit den Rädern ins benachbarte Ostia Antica, dem antiken Hafen Roms. Genial: Eine richtig große Stadt, von der Ausdehnung fast so groß wie das heutige Ostia. Natürlich stehen überwiegend nur noch die Grundmauern bis zum ersten Stockwerk, aber die Stadt besticht durch ihren Aufbau, die Konsistenz des Baustils und die offenbar hohe Entwicklungsstufe dieser städtischen Bevölkerung vor über 2000 Jahren. Nach einigen Stunden Lustwandelns geht es zurück aufs Boot und wir nehmen das Dinghi, um ein Stück flußaufwärts den Tiber zu erkunden. In der Mündung laufen gut 2kn Strom gegen den Wind und es steht eine heftige kurze Welle. Kleiner Trimm-/ Fahrfehler und wir tauchen mit der Bugspitze in eine Welle, holen sicher 40l Wasser an Bord und baden das mitgebrachte Picknick ;-(. Nun denn, so bleibt es bei 3km flußaufwärts ohne Picknick, entlang an unzähligen Werften, Marinas, alten Fischerhütten, irgendwie ein coole Atmosphäre. Es gibt aber keine Bilder, wir waren noch mit Trocknungsarbeiten beschäftigt. Auf der Rückfahrt kommen wir mit der Welle dann gut klar, Übung macht  Meisterin und Meister. Heute dann mit dem Zug nach Rom, erstes Projekt: Der Petersdom. Beeindruckend, die Macht der Kirche wird hier physisch erfahrbar. Wir steigen die 520 Stufen bis in die Kuppel und freuen uns über die Tiefblicke nach innen und außen. Später  Schlendern durch Travestere, an der Engelsburg vorbei, ein gutes Essen und nach einigen weiteren Kilometern per pedes die Rückfahrt im vollen Zug zur Rushhour - Corona Härtetest. Morgen planen wir das Kolosseum zu sehen, die Fontana di Trevi und ...

Spaziergang Travestere - Kolosseum - Forum Romanun

  • Porto Paolo Bahnhof

  • ... auch die Römer wollten eine Pyramide haben

  • In Travestere

  • Brücke zur Tiberinsel

  • Das einzig wahre Fortbewegungsmittel hier

  • Forum Romanun

  • Kolossal, das Kolosseum

  • Die Instagrammer

  • Wir waren auch hier ;-)

  • Forum Romanum

  • Forum Romanum

  • Auch das gibt es

  • Tiberinsel

  • Engelsburg

Der Vatikan

Ponza -  zona interdetta 

27.9.2021 - Ponza ist eine wunderschöne Vulkaninsel, mit einer großen Farbpalette der Gesteinsschichten an den Steilhängen und phantastischen Formationen der Lava und Aschesedimente. Auch der Ort ist pittoresk in einer Bucht gelegen, trotzdem halten wir uns keine 24h hier auf. An keiner interessanten Stelle darf man an Land gehen (vor Jahren sind mal Touristen bei einem Felssturz erschlagen worden) und der Ort hat wieder diese aufdringliche Geschäftstüchtigkeit, die  uns den Aufenthalt etwas trübt. So bleibt es bei einer Dinghitour an die Südspitze, einer kleinen Runde durch die Stadt mit Pizza und Eis und einem Drohnenflug entlang der Küste. Schade, es hätte viel zu Entdecken gegeben. Wir ankern auf dem Weg nach Anzio für zwei Stunden vor Palmarola, aber es ist gerade sehr düster und kurz vorm Regen, so dass wir letztlich auch hier weitersegeln ohne an Land gewesen zu sein. Nun zieht es uns nach Rom, in den Trubel, die Kultur und das Stadtleben, Abwechslung ist die Würze des Reisens.

Ventotene und Santa Stefano

25.9.2021 -  Von Neapel nach Nordwesten ziehen sich eine Reihe kleiner Inseln hinein ins Thyrenische Meer: Procida - Ischia - Ventotene und Ponza, nebst einiger ganz kleiner Nebeninselchen. Gestern sind wir an Ischia vorbei - dort ist überall Ankerverbot - in Schleichfahrt unter Code D  nach Ventotene mit der Nachbarinsel Santa Stefano gesegelt. Im Abendlicht schnell eine Dinghitour zum ehemaligen Gefängnis auf St. Stefano, leider war der Zutritt verboten. Nun, das konnten wir nicht lesen, sind trotzdem hoch zum alten und sehr beeindruckenden Gemäuer, allerdings haben wir uns nicht getraut, in den Innenraum vorzudringen, den hat dann die Drohne erkundet. Das Gefängnis war bis in die 60er Jahre in Betrieb und durch den runden Aufbau sehr gut zu kontrollieren. Die Stadt Ventotene auf der namensgleichen Hauptinsel ist supersympathisch, nach all der unangenehmen Geschäftstüchtigkeit an der Festlandküste ist man hier wieder entspannt, das Essen ist lecker und auch mit dem Anlegen des Dinghi gibt es keinerlei Stress, im Gegenteil, wir bekommen freundliche Hilfe. Heute morgen Wanderung über die Insel, jetzt gerade mal wieder Druckluftflaschen für´s Tauchen aufgeladen und kurze Mittagspause am Rechner. Am Nachmittag schwimmt Silvia ein paar Kilometer und ich begleite sie mit dem SUP, mit dem wir dann gemeinsam eins Inselumrundung abschließen.

Gefängnis auf Santa Stefano und "Inschriften" der Gefangenen

Hafenmauer Ventotene

Wochenrückblick

24.9.2021 - Tropea - Palinuro - Amalfi - Capri - Napoli - Schutzgeld Charlie - Pompeji - Procida.  Wir hatten eine Woche voller intensiver Eindrücke und deshalb keine Zeit, unseren Blog zu pflegen. Von Tropea ging es unter Segeln in Schleichfahrt nach Palinuro, einer ganz kleinen Halbinsel 30sm nördlich. Zeit für eine kleine Wanderung und eine Dinghi-Tour in die blaue Grotte. Nein, nicht die von Capri, wir hatten unsere ganz für uns alleine. Im Hafen von Palinura sind wir gastronomisch in eine Touristenfalle geraten, aber sonst haben wir es nach der langen Strecke unter Motor sehr genossen. Ein weiterer Segeltag brachte uns an die Amalfi Küste - ein völlig überlaufenes Terrain mit Abzocke in Häfen und an Bojen, aber dank der Navily-App haben wir einen Ankerplatz vor einem kleinen Fischerhafen in einer Schlucht gefunden und damit ein echtes Kleinod entdeckt. Von dort weiter nach Capri, das musste einfach sein und an der Südküste fanden wir noch eine Parklücke für graskarpfen. Nach einer schaukelnden Mittagspause haben wir dann aber doch beschlossen nicht auszusteigen, dem Trubel zu entfliehen und konnten eine gut 2-stündige Rauschefahrt nach Neapel genießen, endlich mal wieder richtig Fahrt im Schiff. Und passendes Wetter, um vor dem Castell del 'Ovo ankern zu können. Nicht ganz irrelevant, denn für die Häfen in dieser Gegend rufen sie zwischen 250 und 300€ pro Nacht an Liegegebühren auf, der Markt gibt das scheinbar her. Wir mussten "nur" 20€ Schutzgeld für unser Dinghi bezahlen, im Vergleich richtig günstig und vielleicht auch gut so, wenngleich uns das aufdringliche Verhalten des Schutzgeldeintreibers ganz schön auf die Nerven ging. Mit einer 300cc Vespa haben wir dann die Stadt erkundet, für den Fahrer Fahrspaß, für die Sozia eine schwere Herausforderung, denn die Gepflogenheiten des Verkehrs hier sind recht speziell. Pompeji hat uns sehr beeindruckt und gefordert, nach einigen Stunden zu Fuß in der Sonne waren wir froh über Pannini und Kaffee. Am nächsten Tag ein Ausflug zum Vesuv, allerdings ohne Gipfelbesteigung, der Tourist wird hier wie das liebe Vieh durchgetrieben und gemolken und Vulkane haben wir ja nun schon einige bestiegen. Herkulaneum war leider geschlossen, den Rest des Tages ging es in der Supermarkt und zur Erholung auf´s Boot. Fotos von Napoli haben wir wenige, die Stadt ist faszinierend mit ihrer Geschwindigkeit, ihren Gerüchen, ihrer Geschäftigkeit, dem Lärm, dem Nebeneinander von Neu und Alt. Kurzum, man muß sie erleben. Gestern morgen wehte kräftiger Wind und es zog uns weiter, mit zweistelliger Logge lag nach knapp 1h Procido an Steuerbord, angeblich die am dichtesten besiedelte Insel des Mittelmeeres. Wir haben sie komplett erwandert und ja, diese Angabe könnte stimmen. Das Panorama über die Altstadt, die Ausblicke von der Burg und die alten Gemäuer des ehemaligen Gefängnisses für Schwerstverbrecher sind famos. 

Procida
Unser Ankerplatz vor Neapel
Amalfiküste und Capri

Porto Crapolla

Bleierne Zeit

17.9.2021 - Heute morgen kurzer Lidl-Besuch und nun wieder unter Maschine. Die Stunden vergehen zäh. 5,5 kn machen wir in der Stunde, da sind 40 Meilen gleich ein ganzer Arbeitstag.  Um 19:30 werden wir Anker werfen vor Porto Camereto und hoffentlich die erste Pizza auf italienischem Boden bekommen.

  • Capo Vaticano

  • Tropea von Norden

  • Tropea

  • 45x18m, unser Nachbar

  • Stadtbananen

  • Nett

  • Strandpromenade

  • Arrevederci Tropea

Capo Vaticano - Tropea - Golfo di Policastro

16.9.2021 -  Gestern haben wir vor dem Capo Vaticano geankert, direkt unterhalb eines schönen Leuchtfeuers, das uns die  Nacht erleuchtet hat. Morgens dann ein kurzer Schlag nach Tropea und ausführlicher Stadtrundgang. Sehr schön, aber zu früh, um irgendwo eine Pizza zu bekommen. Gegen Mittag kommt eine Brise auf und wir setzen Groß und Code 0, mal sehen, was passiert mit dem Wind, die Vorhersagen sind  bei dieser Schwachwind-Wetterlage reine Glücksache. Ein paar Stunden können wir segeln, dann muss die Maschine ran und gegen 1:00 morgens fällt der Anker 65 sm nördlich unseres Startpunktes. Langsam und langweilig, aber das haben wir einkalkulieren müssen, an dieser Küste.

Zwischen Skylla & Charybdis

15.9.2021 -  Gerade eben sind wir mit ordentlich Schub des Tidenstroms durch die nur 3 km breite Meerenge geschlüpft und treten nun unsere Reise entlang der italienischen Westküste nach Norden an. Eine etwas heikle Strecke, denn im Falle starker Westwinde gibt es nur wenige und dann sehr teure Häfen, erst ab Neapel wir das wieder besser. Heute  wollen wir es bis Tropea schaffen, allerdings ist noch offen, ob uns der leichte Westwind treu bleiben wird.  Bilder von der Strecke folgen.

Heute sah es etwas netter aus ;-)

Welcome to little Paradise

12.9.2021 - Unser Ankerplatz liegt 100 m südlich der kleinen Marina Porto Bolaro, die offensichtlich schon geschlossen ist. Als wir mit dem Dinghi dort anlegen, treffen wir den sehr freundlichen Eigner und bekommen trotzdem einen Platz für den graskarpfen. Mit berechtigtem Stolz führt er uns  durch die Gartenanlage mit zahlreichen exotischen und heimischen Fruchtbäumen, schönen Strandanlagen und einem tollen, aber jetzt geschlossenen Restaurant. Wir beschließen sofort, hier ein paar Tage zu bleiben, zumal wir einen für italienische Verhältnisse sehr guten Sonderpreis bekommen. Nur fünf Minuten zu Fuß entfernt gibt es eine große Mall, ideal für uns, denn unsere Vorräte müssen ergänzt werden. Morgen planen wir dann einen Ausflug ins Aspramonte Gebirge, das üppige Grün dort soll phantastisch sein.

  • Eine Marina für uns alleine.

  • Der Ätna direkt gegenüber

  • Tolle Badebuchten

  • Blumen zum Hochzeitstag

  • Gut, dass wir da durch sind

Regentage in Kalabrien

11.9.2021 - Heute feiern wir unseren Hochzeitstag. Allerdings von Komfort weitgehend befreit, wir haben eine rollige Nacht an offener Küste vor Anker hinter uns und es zieht ein Gewitter nach dem anderen hier durch. An Land können wir nicht, es gibt keine Stege und die Welle ist zu hoch, um das Dinghi auf den Strand zu fahren, wenn es nicht unbedingt sein muss. Dafür gab es gestern Nacht spektakuläre Bilder - eine halbe Stunde lang hing eine Gewitterzelle 5 km südlich von uns, bis sie weiter zog, netterweise nicht genau über uns hinweg. Zuvor hatten wir einen flotten Segeltag von Castello bis Monasterace. Heute müssen wir die ersten 15 sm ausnahmsweise mal die Eisengenua bemühen, wir möchten jetzt möglich schnell durch die Strasse von Messina und unser üblicher Antrieb, der Wind, lässt sich am Morgen einfach nicht blicken. In der Marina Rocella Ionica bunkern wir 150l Diesel, dann geht es weiter unter Segel und unter zahllosen Regenschauern hindurch Richtung Messina. Wir würden gerne pausieren, aber an Ankern vor der Küste ist nicht zu denken, es steht eine große, an sich angenehme Dünung von atlantischen Dimensionen auf die Küste. Wir müssen also bis Reggio Calabria und finden dort in der Nacht einen etwas gewagten Ankerplatz, an dem wir bei ablandigem Wind den Anker fast schon auf den Strand legen, weil in 50m Abstand vom Strand schon 25 m Wassertiefe sind. Die Nacht bleibt ruhig, wir sind nach 80 sm und all den Gewittern und ungezählten Segelmanövern auch ordentlich müde und brauchen etwas Schlaf. 

Potz
Blitz
Castello

Alea iacta est

8.9.2021 - Wir haben seit Tagen überlegt, wie es mit unserer Tour jetzt weitergehen soll. In Griechenland ist es wunderschön, aber wir kennen  fast alle Inseln, viele haben wir mehrfach besucht. Wir wissen nun auch um einige Termine im Winter zuhause und wollen das Boot  näher an Augsburg haben, so dass wir auch mal mit dem Auto hinfahren können. Die einzigen beiden Küsten, die wir neben der afrikanischen Küste noch nicht besucht haben, sind die nördliche Adria und die Westküste Italiens. Nach Kroatien wollen wir nicht, der Umgang mit Seglern dort ist purer Nepp und bis zum durchaus attraktiven Venedig ist es weit. So entscheiden wir uns für die Westküste, für Neapel, Rom und alles dazwischen. Nach kurzem Einkaufsstopp auf Othonoi  legen wir ab, um das einzige Wetterfenster der nächsten Woche zu nutzen und mindestens bis Santa Maria di Leuca zu segeln. Aber die Windrichtung legt dann doch ein weiter entferntes Ziel nahe und wir segeln bei sehr angenehmen Winden zwischen 12 und 15 kn die Nacht durch bis Crotone. Die Stadt wird am Hafen durch eine riesige Burganlage dominiert, deren Besuch leider derzeit nicht möglich ist. Ansonsten kursieren Geschichten über schlimme Umweltverschmutzung in Folge unsachgemäßer Giftmüllentsorgung und durch längst geschlossene Verzinkereien und andere Industrie in den Händen der Familie. Wir schlendern ein paar Stunden herum, gehen zum Frisör und beschließen, morgen weiter zu fahren.

Vor der Stadt
Markthalle
Wetter
In der Stadt

Erikoussa, Mathraki und Othonoi

5.-7.9.2021 - Von Gouvia brechen wir morgens bei völliger Windstille auf und nutzen die 1 1/2 Stunden unter Maschine, unsere Wasservorräte wieder aufzustocken und eine Waschmaschine laufen zu lassen. Ab der Meerenge zwischen albanischem Festland und Korfu können wir segeln - mit sehr wechselhaftem Wind. Eine Stunde Flaute nutzen wir für ein gemütliches Mittagessen, während wir bei 0,0 kn Wind mit immerhin 1 kn Fahrt Richtung Erikoussa driften. Dann kommt die Nachmittagsbrise und das Code D geht rauf - so können wir unter Segel gut mit zwei Charterkatamaranen unter Motor bis in die Bucht von Erikoussa mithalten. Abends wird dann unsere Tradition wieder aufgenommen: wir umrunden die Insel zu Fuß. Am 6.9 dann Bürotag, Schwimmen und eine Tour mit dem SUP auf die Ostseite der Insel, abends ein kurzer Schlag nach Mathraki. Dort ankern wir auf 2,5m Tiefe bei der Einfahrt hatten wir zeitweilig nur 1m unter den Rümpfen. Abends kommt noch ein Einrümpfer und fährt sich prompt genau dort fest. Wir helfen ein wenig mit dem Dinghi, versuchen mit einer Fall vom Masttopp und unseren 15 PS Krängung zu erzeugen, aber das nutzt nichts.  Dann bringen wir einen Anker aus - der ist zu klein. Letztlich schieben wir mit Vollgas am Bug und zusammen mit der Bootsmaschine kommt der Pott wieder frei. Am nächsten Morgen die obligatorische Inselrunde und wir stellen wieder mal fest: Je unbekannter und unerschlossener die Insel, desto besser gefällt sie uns. Mathraki ist grün, bietet tolle Ausblicke, nette Menschen wohnen dort und sie haben auch eine Spezialität: Das Freilicht-Automobilmuseum der Insel. Charmant eingebettet in die lokale Flora sind dort Exponate der letzten 50 Jahre Automobilgeschichte zu sehen ;-) Aber im Ernst, es schadet der Insel nicht, sie ist einfach toll.

Inselrunde Erikoussa

Planänderung

4.9.2021 - Eigentlich wollten wir auf die kleinen Inseln nördlich Korfu´s gehen. Aber der Wetterbericht sagt ab heute Nacht um 4:00 heftige Gewitter voraus und da draußen ist kaum Schutz geboten. So segeln wir zurück und verkriechen uns in der sicheren Ankerbucht von Gouvia.

Nachmittags ging es mit dem Roller zu einer Erkundungsfahrt des Inselnordens. Über recht abenteuerliche kleine Strassen erreichen wir die sogenannte Geisterstadt Paleio Peritia auf 400 Höhenmetern in einem nach Norden offenen und sehr fruchtbaren Tal gelegen. Landschaftlich wunderschön, allerdings deckte sich der Begriff "Geisterstadt" nicht mit unseren Vorstellungen von so etwas. Etwa ein Drittel der alten Häuser ist renoviert und - man darf raten - zu einer Gaststätte ausgebaut. Der Rest gammelt vor sich hin und ist mit allerlei hässlichen Accessoires der Neuzeit verschandelt. Es gibt schöne Ecken, wenn man diese Dinge vor dem geistigen Auge wegretuschiert. Nach einer Stunde Erkundung deutet sich der Regen an und wir sausen mit allem, was der 125er Roller hergibt, zurück nach Gouvia.

Das angesagte Gewitter bleibt übrigens völlig aus, unsere Vorsichtsmaßnahme erweist sich als unbegründet. Vermutlich ist es beim nächsten Mal andersherum. In der Bucht von Gouvia liegt man übrigens exzellent.

Zu Zweit

3.9.2021 - Gestern Abend schwebte Silvia mit der Lufthansa auf Korfu ein, jetzt sind wir wieder zu Zweit, endlich! Auch wenn es mal ein paar Tage spannend ist, Einhand zu segeln, so ist es schöner. Nett, vom Dinghi-Anleger mitten in der Stadt zum Flughafen waren es nur 15  Minuten per Pedes.  Was ist seitdem passiert: Von Andipaxos bin ich in einem Rutsch an die Südspitze Korfus gesegelt und habe erst probiert, westlich an der Insel entlang nach Norden zu gehen. Da ich aber erst gegen 17:00 an der Südspitze war, blies der thermische Wind gerade heftig mit 25 kn auf die Nase und das musste nun doch nicht sein. Planänderung: Ankern bei Syvota. Netter kleiner Ort mit vielen Tavernen, satt ist der Skipper geworden. Am nächsten Tag dann nach Petriti, ein wirklich schöner kleiner Hafen im Südosten Korfus. Von hier mit dem Rad auf die Westseite der Insel, den Kitestrand anschauen. Leider vermieten sie in Petriti keine Roller und Auto war mir zu teuer: Hochsaison. Deshalb nach zwei Nächten 5 Meilen nach Norden und geankert vor Mesonghi, hier gab es Scooter und damit keine Ausrede mehr, ich musste mich trauen und bin auf die Westseite zum Surfstrand. Die Station dort hat ein faires Konzept, 15 € "Site fee", dafür passen sie auf Dich auf und ziehen Dich und/oder Dein Brett auch aus dem Wasser, falls etwas schief geht. Eine Weile ging es gut mit dem Kiten, aber nach  einigen Schlägen hat es mich dann doch einmal so verrissen, dass ich das Brett nicht mehr gesehen habe, die Wellen waren mittlerweile ziemlich hoch. Nun denn, die Station hat das Brett gefunden, ich bin mit Schirm und Bodydrag zum Strand und habe erst mal eingesehen, dass gut 20 kn  Wind und Welle ohne dauernde Dinghibegleitung noch nicht meine Preisklasse sind. Abends dann noch ein superschneller Schlag nach Korfu und am nächsten Tag dann klar Schiff machen für meine Liebste. Heute haben wir viel zu Fuß erledigt: Einmal Lidl hin- und zurück, Stadtbummel und eine wunderschöne kleine Wanderung im Süden der Stadt im Garten Mon Repos. Hier wurde vor 100 Jahren Prinz Phillip von England geboren und der Garten hat sich zu einem kleinen Dschungelparadies entwickelt. Ach ja, eines sollten wir noch anmerken: Vor 3 Jahren waren wir mit Enzo und Lorenz schon einmal hier und damals fanden wir Korfu nicht toll, überall Müll und Gestank. Das haben sie inzwischen im Griff, Korfu ist wieder sauber.

August 2021


Wetter

29.8.2021 - Nach fünf Tagen an der Mole vor der Brücke war ich den Staub ziemlich leid, der Rücken soweit wieder ok und die reparierte Fock mithilfe zweier Schweizer Nachbarlieger wieder installiert. Der Staub wurde am Abend netterweise von einem ordentlichen Gewitter weggewaschen. Also Leinen los und schnell einen Ankerplatz finden, an dem das Wasser türkis und einladend ist. Der Surfstrand westlich von Lefkas lud zu einer Übernachtung ein, leider wurde es mit dem Kiten nichts, kein Wind an diesem Tag. Erst am späten Nachmittag kam eine Brise, da stand aber so viel Schwell auf den Strand, dass das Anlanden mit dem Dinghi ein ziemlicher Stunt geworden wäre. Also Anker auf und mit der Abendbrise Richtung Norden. Die uns schon bekannte Voutoumi Bucht auf Andipaxos wurde zum Ziel erkoren und es gab trotz vieler Boote sogar noch einen halbwegs guten Ankerplatz. Heute morgen zog dann ein ordentlicher Regenschauer an der Küste vorbei und sorgte für phantastische Wolkenbilder - eine schöne Abwechslung zum immerblauen Himmel der letzten Monate, auch wenn sich so natürlich schon der Herbst ankündigt. 

P.S.: Es hat sich heute hier dermaßen gefüllt, dass ich noch ein Vergleichsbild zum letzten Juni, kurz nach unserer Coronapause, hinzufügen musste. 

  • Morgenstimmung

  • Ein wenig Chaos beim Ankern

  • Ruhiger Strand um 7:30

  • 23.6.2020 - Corona Ruhe

  • 29.8.2021 - Rammelvoll

Wartungsarbeiten

26.8.2021 - Vier Nächte hat graskarpfen jetzt schon am Anleger vor der Brücke von Lefkada hinter sich. Jürgens Hexenschuss, der Anker und die Fock werden repariert.  Die Fock soll morgen fertig werden, der Anker wurde gestern mittels zweier Holzbohlen und eines Holzblocks als Fallhammer wieder gerade und der Rücken bekam drei Thaimassagen, Voltaren und Gymnastik. Ab morgen sind dann hoffentlich der Skipper und das Boot wieder voll einsatzfähig und der Kitespot von Lefkada kann getestet werden.

Autsch

23.8.2021  -  Der restliche Segeltag gestern war angenehm, von "am Wind" über "Halbwind" zu "raumem Wind" ging es in den Norden von Lefkas. Bei Halbwind und unter Code 0 lief graskarpfen ab und zu sogar ein klein wenig über Windgeschwindigkeit, das freut den Segler natürlich, auch wenn es im Grunde  egal ist, ob man nun 6 oder 6 1/2 kn schnell ist. Es macht allerdings einen großen Unterschied, dass man bei 4-5 kn Wind noch sinnvoll segeln kann und noch keinen Diesel in die Luft pusten muss. Vor der Schwenkbrücke, die nun durch eine Art Drehfähre ersetzt ist, sind an der Mole noch ein paar  Plätze frei, um die sich niemand kümmert. Also angelegt, Fahrrad aus der Segelkammer geholt und ZACK - beim Rausheben auf den Kai ist mir die Hexe ins Kreuz geschossen, und zwar dermaßen, dass ich heute morgen nicht ohne Stütze laufen kann. So ein Sch .... Jetzt liege und sitze ich erst mal fest, hoffentlich helfen die Youtube Übungen ein wenig, derzeit könnte ich das Boot nirgendwo hin fahren. Gut, dass noch ein wenig Erbsensuppe aus Maria Wald an Bord ist, so muß ich erst mal keinen Hunger leiden ;-)

Schöne Bilder

20.-22.8.2021 - Von Kastos aus ging es mit leichtestem Wind von 4-6kn Richtung Lefkas. Durch Zufall führte der Kurs ins Kielwasser eines anderen Katamarans und natürlich wurden die Segel dann ganz genau getrimmt, so dass sich gaskarpfen ganz langsam heranpirschen konnte. Auf gleicher Höhe mit der Catana 47 angekommen hatten wir dann Gelegenheit für ein Schwätzchen: Eduard lebt auf seinem Schiff und betreibt ein Projekt zur Walforschung. Mit seiner Drohne hat er dann ein paar herrliche Bilder der beiden ähnlichen Boote nebeneinander geschossen, die jetzt einfach gezeigt werden müssen. Wir freuen uns auch über die Bilder, weil sie das neue Code 0 von Quantum in ganzer Pracht zeigen, es steht wirklich super und zieht graskarpfen sehr ordentlich voran.  From Kastos course was set to Lefkas in very light wind of 4-6kn. By chance, the course led into the wake of another catamaran and of course  sails were immediately  trimmed more precisely and graskarpfen caught up slowly. Arriving alongside with the Catana 47, we had the opportunity for a chat: Eduard lives on his ship and runs a project for whale research in the med, mainly along the catalonian coast. With his drone he then shot some wonderful pictures of the two quite similar boats side by side - a rare opportunity and I like the pics a lot. We are also glad to see the new Code 0 from Quantum has the shape it should.

Gestern war eine kleine Rollertour über die Insel dran. Die Tiefblicke an der Westküste in unendlichen Blauschattierungen machten klar: Dort muss ich morgen einen Zwischenstopp machen. Vorher noch in Navionics ein paar Erfahtungsberichte angeschaut, Sand und Steine heißt es da - sehen kann man nichts, das Wasser hat zu viel Schwebteilchen von der Brandung. Mit etwas mulmigem Gefühl fällt der Anker auf 7m und ich schwimme an Land. Tolle Stimmung, bis zum Anker lichten - die Kette hängt sofort. Kurzum: Zweimal runter, ziemlich viel Arbeit da unten, riesige Boulder, immer wieder bekomme ich ein Stück frei und warte bis der Kat soweit vertrieben ist, dass er sich die freigewordene Kette holt. Anstrengend! Aber es klappt und ich nehme mir vor, bei der Wahl der Ankerplätze nun definitiv wählerischer zu werden. 

Krummes Ding

20.8.2021 - Seit drei Tagen ist Jürgen wieder auf dem Boot, Silvia erledigt noch Dinge zuhause und kommt Anfang September nach. Der Abschied aus Mesalongi war leicht, am anderen Ufer des Hafenbeckens spielte von 24:00 - 7:00 Musik so laut und auch nicht so toll, dass es am nächsten Morgen keine Frage war, es wird in See gestochen. Gegen Wind und Strömung ging es bei leichter Brise zum Ausgang des Golfes von Patras und am nächsten Tag bei stetig zunehmendem Wind bis zur Insel Kastos. Während im Golf fast keine Boote unterwegs waren, ging es draußen heiß her - das nenne ich mal Hochsaison. Vor Kastos dachte ich, ich bin mal schlau und ankere etwas weiter draussen, da gibt es keinen Stress mit den vielen anderen Booten. Gab es auch nicht, dafür hing auf 12m Tiefe am nächsten Morgen die Kette fest. Zugversuche in alle vier Himmelsrichtungen brachten keinen Erfolg, also Tauchzeug raus, runter und Kette unter Stein herausholen. Wieder rauf, jetzt sollte es klappen, aber nein, wieder ruckte es kräftig, wieder Zugversuche, und wieder ins Tauchzeug. Jetzt hing auch noch der Anker unter dem nächsten Fels und musste mit Brecheisen freigestemmt werden - ich hätte gleich nachsehen sollen. Nun denn, diesmal kamen wir frei, der Anker hat nun aber eine etwas eigenwillige Form. Werde in nächste Zeit sicherheitshalber mal den Schäkel ersetzen, der hat ja dann auch entsprechend Zug abbekommen. Gelernt?  Immer da ankern, wo auch die anderen liegen? Immer vorher tauchen? Auf jeden Fall: niemals ohne gefüllte Flaschen, das ist schon die zweite derartige Aktion dieses Jahr.

Hochsaison auf Kastos

Kontraste

10.8.2021 - Am Wochenende tat es wieder das wohl Übliche in diesem Jahr in Deutschland: es regnete. Wir haben uns nicht beirren lassen - schließlich gibt es gute Kleidung - und sind in Sachen Heimatkunde losgezogen: Westlich des Ammersee liegt das Einzugsgebiet der Windach und ein kleiner Staudamm, dahinter dann Sumpfgebiete und Wiesen. Das üppige Grün ist eine Labsal für die Augen nach den kargen griechischen Inseln. Und für´s Seelenheil ist auch allweil gesorgt.

Mobilität

4.8.2021 - Jürgens 95-jähriger Vater ist seit einigen Jahren mit einem E-Bike unterwegs und macht fast täglich Touren. Allerdings fällt ihm das Handling des schweren Rades doch etwas schwer und daher rüsten wir auf: Ein Liegerad kommt ins Haus - und es macht tatsächlich großen Spaß damit zu fahren.Die sehr angenehme Sitzposition und eine freie Hand erlauben es, die Natur noch mehr als auf einem Fahrrad zu genießen - und für Pausen muss man keine Bank suchen, die ist schon dabei. Zeitweise haben wir zwei Stück davon, eines mit und eines ohne Pedelec Unterstützung, so konnten wir diesen Videoclip drehen.

Juli 2021


"Sommerferien"

28.-29.7.2021 - Dieses Jahr machen wir im August Ferien zuhause. Es gibt eine Reihe von Dingen zu erledigen, außerdem ist es keine ganz schlechte Idee, der aktuellen Hitze hier zu entkommen. Von Mesalongi geht es mit Zwischenstopps in Arta und Pargos  nach Igoumenitsa. An der Einfahrt zum Hafen knallt die Sonne auf den Asphalt und die Temperatur bei der Kontrolle steigert sich noch einmal um 5 Grad. Die Zöllner haben gerade keine Freude, wir immerhin die Klimaanlage.

25.-27.7. 2021 - Wir erkunden die Umgebgung der Lagune, machen das Boot fertig zum Verlassen und lassen alles ruhig angehen. Es ist sehr heiß und das Wasser der Lagune lädt uns nicht zum Baden ein, obwohl sehr viele Griechen das hier tun. Weiter draußen werden auch Schlammbäder genommen. Das ist bestimmt sehr heilsam gegen alles Mögliche, aber wir können uns nicht dazu durchringen. Wir machen lieber eine Ausfahrt mit dem graskarpfen aus der Lagune ins blaue Meerwasser. Auf dem Weg wird der Name des Bootes zum Programm und wir fahren Slalom um die Grasfelder.

Denkmal für die Heldinnen des Freiheitskampfes der Griechen
Zwischenstopp auf Korfu
Impressionen von der Fähre
  • Die Lagune von Mesalongi

  • Nacht in der Lagne

  • Salzgewinnung

  • Mesalongi

  • Parga - schön, aber völlig überlaufen

  • Die Brücke von Arta

Auf dem Weg in die Lagune

24.7.2021 - Gegen 11:00 setzt der thermische Wind ein, und wir segeln los Richtung Golf von Korinth. Zunächst schauklen wir für eine gute Stunde mit minimalem Wind auf dem Meer, dann frischt es auf auf 10-13 kn und unter Code 0, später Code D haben wir einen absolut traumhaften Segeltag. Immer zwischen 8 und 10 kn auf der Logge, fast ohne Welle und mit wunderbarer Aussicht auf den vorbeiziehenden Peloponnes und die Inseln Zakynthos und Kefalonia gleiten wir in Richtung der für uns noch unbekannten Lagune von Messolonghi. Die Einfahrt am späten Abend in den Kanal zur Lagune ist mystisch schön: Kleine Fischerhütten auf Pfählen säumen den Kanal und die Ankerbucht nach etwa einer Meile ist umrahmt von Bäumen und Tavernen. Toll hier!

23.7.2021 - Wir haben für den August einen Liegeplatz in Messolonghi gebucht und ziehen weiter nach Norden. Bei Winden zwischen 5 und 11 kn zieht uns wieder das Code 0 ordentlich voran und wir loggen einen Schnitt von 6,5 kn. In der Dämmerung gehen wir bei Katakolo vor Anker, allerdings nicht ins Wasser, hier gibt es eine Quallenplage. Der Ort ist auf die Abfertigung von Kreuzfahrern ausgelegt, die von hier aus mit Bussen das antike Olympia besuchen, nicht so ganz unser Ding.

Zick-Zack

22.7.2021 - Am Nachmittag kommt eine Brise auf und wir setzen das neue Code 0 von Quantum in Richtung Methoni und Pylos. Das Segel zieht uns am Wind mit 80-90% der Windgeschwindigkeit und bevor wir uns versehen, haben wir 8 kn auf der Logge. So bleibt Methoni rechts liegen und wir segeln bis vor Pylos, einem unserer Lieblingsplätze in Griechenland. Abends machen wir eine Dinghifahrt zur russischen Kappelle, die wohl irgendwie mit der Schlacht von Navarone zusammenhängt. 1827 gab diese letzte, nur mit Segelschiffen ausgetragene große Seeschlacht, den Ausschlag zur Befreiung Griechenlands von der osmanischen Besetzung. 

21.7.2021 - Nachdem wir beschlossen haben, in Richtung Westen zu segeln, bleibt uns nur übrig, weiterhin gegen die vorherrschenden Sommerwinde aufzukreuzen. Wir verstossen mal wieder gegen die  Regel: "Gentlemen don´t sail upwind" und es immer dasselbe: Anstrengend für Mensch und Material. Heute immerhin mit moderatem Wind, die letzten 3 h bis Finikounda in Landabdeckung und ohne Welle haben sogar richtig Spaß gemacht.

Rockin´ the boat

17.- 19.7.2021 - Um 8:45 wird das Eisen aus dem Sand gezogen, dann geht es nordwärts aus der Bucht von Kissamos hinaus. Schon von weitem können wir sehen, was der Tag für uns und vor allem für graskarpfen bereit hält: harte Arbeit. Der Wind weht aus WNW und hat von Italien bis hier keine Hindernisse. Entsprechend groß sind die Wellen. Immer sehr schwer abzuschätzen, aber 3 m sind es sicher, alle mit Schaumkronen, manche brechen sogar ein wenig an der Spitze. Der Wind weht mit gut 20 kn und wir ziehen im 2. Reff mit ca. 40° zum scheinbaren und 55° zum wahren Wind unsere Bahn Richtung Antikithira - für einen Kat in großer Welle nicht übel. Meist gleiten wir über die Wellenkämme, es kommt ordentlich Gischt über das ganze Boot aber ab und zu springt graskarpfen auch mal, dann wird die Struktur ordentlich gefordert. Um das zu vermeiden steuert Jürgen eine Weile von Hand, so lassen sich die ungünstigen Wellen vorab erkennen und meistens aussteuern. Wir sind jedenfalls froh, als wir nach 6 h in die Bucht von Potamos einlaufen und den Anker werfen können. 

Potamos, das sind ein paar wenige Häuser, eine einzige Kneipe und ein Museum, das über die Schätze des hier gesunkenen antiken Schiffes berichtet, das u.a. von Jaques Cousteau betaucht wurde. Im August/September ist die Insel der weltweit größte Brutplatz für den Eleonorenfalken. Viele Zugvögel queren in dieser Zeit die Insel und werden Nahrung für die Aufzucht der Jungen.

Am nächsten Tag verlassen wir die Bucht kurz vor der Fähre, für uns beide wäre es eng geworden und das Spiel vom Vortag wiederholt sich, allerdings mít etwas kleineren Wellen. Erst Reff 2, in der Beschleunigungszone des Windes östlich Kithira dann Reff 3. graskarpfen erreicht sogar im 3. Reff deutlich über 10kn, es kachelt. Der Anker fällt vor Diakofti bei 25 kn Wind, das Boot wird ordentlich entsalzt und dann geht es zu einem leckeren Abendessen bei Manolis. In der Nacht steigert sich der Wind auf bis zu 35 kn, gut, dass wir den weltbesten Anker haben ;-).  Der Montag wird zum Ruhe- und Bürotag erklärt. wir planen die weitere Reise, Jürgen arbeitet an einem Projekt und läßt die Drohne zu einem Wrack fliegen und Silvia macht Verwaltung und krault ein paar Kilometer nebenbei.

Das Wrack der Nordland - im August 2000 aufgelaufen wegen betrunkener Crew ;-)

  • Antikithira

  • Diakofti Bucht Kithira

  • Kleiner Abendspaziergang

  • Die Erbsensuppe aus Mariawald für raues Segeln

Kretas Westen, Gramvousa

12.-17.7.2021 - Gemeinsam mit unseren Gästen erkunden wir die Nordwestseite Kretas. Die Gramvousa Insel mit venezianischer Festung, der Balos Strand und die Falasarna Bucht stehen auf dem Programm. Tagsüber liegen wir meist träge im Schatten, am Tagesrand machen wir kleinere Wanderungen, Schwimmen und Schnorcheln und kümmern uns um unser leibliches Wohl. Die Landschaft ist grandios und interessanterweise gibt es trotz der vielen Ausflugsboote keine touristische Inrastrukur an Land und auch keinen Empfang für die Smartphones. Am letzten Tag segeln wir nach Kissamos, von hier aus treten Gudrun und Friedl die zweite Hälfte ihres Urlaubes an. Wir segeln am nächsten Morgen Richtung Antikithira, es wird ein anstrengender Ritt gegen Wind und große Wellen.

Gramvousa und Balos

Chania

11.7.2021 - Vorgestern Abend kamen Gudrun und Friedl mit der Condor eingeschwebt. Die erste Nacht bleiben wir vor Anker in der Marathi Bucht und bekämpfen Gudruns Seekrankheit mit dem Wunderpflaster. Am nächsten Morgen sieht die Welt wieder rosiger aus und wir lichten Anker in Richtung Chania. Die erste Hälfte der 25 sm können wir kreuzen, dann schläft der Wind mal wieder ein und der Volvo muss den Rest der Strecke einspringen. Wir bekommen einen sehr guten Liegeplatz mitten im Getümmel des alten Hafens. Hier ist es abends so voll, dass alle Corona Maßnahmen zur Karikatur werden. Es ist heiß, die Luft steht und die Musik bis in den frühen Morgen verschafft uns eine anstrengende Nacht. Chania ist schön, aber der Sommer ist einfach nicht die optimale Zeit, um an der Nordküste Kretas  zu sein, das wird uns immer klarer. Am nächsten Morgen erledigen Silvia & Jürgen noch den Einkauf, dann werfen wir die Leinen los und nach drei Stunden unter Maschine erreichen wir die Diktinna Bucht. Hier huldigte man der Göttin der Jagd, Artemis. Heute leben hier Ziegen und wohl auch ein Aussteiger. Ein Spaziergang durch die beiden Schluchten mit kleiner Ziegenrettungsepisode runden den Tag ab.

Diktinna Bucht

Marathi Bucht - Genießermodus

9.7.2021 - Vorgestern sind wir nach - mangels Wind sehr langsamen - 25 Meilen  in der Marathi Bucht, unweit Chania vor Anker gegangen. Hier gefällt es uns und wir haben beschlossen, so lange zu bleiben, bis Gudrun und Friedl an Bord sind, sie landen morgen Abend gegen 17:00 nur 5 km Luftlinie von hier. Schnorcheln und Schwimmen gehören in dieser Bucht zum Standardprogramm, leider fehlt zum Kiten der Wind, Platz wäre genug. Gestern haben wir uns nun für zwei Tage einen Roller ausgeliehen und zunächst zwei sehr schöne Klöster besucht: Agia Triada mit Weinkellerei und das ehemalige Katholico Kloster in einer Kalksteinhöhle. Insbesondere Agia Triada hat uns fasziniert, wunderbare Architektur, vielleicht maurisch inspiriert und die Schattenplätze mit viel Grün, die bei der derzeitigen Hitze einladen, lange zu verweilen. Am Abend fanden wir zufällig noch die "Zorbas" Bucht, hier wurde die Schlußszene dieses wunderbaren Films mit Anthony Quinn gedreht. Heute wollten wir mal wieder kühlere Luft erleben und haben die 60 km lange Fahrt auf die "Schafsebene" in der Nähe des Einstiegs zur Samaria Schlucht auf uns genommen. Auf 1200m Höhe waren es statt 35° nur noch 22° - in Verbindung mit sehr starkem Wind und Bewölkung wirklich eine echte Abkühlung. Die Rückfahrt führte uns wie immer wieder mal in einen Lidl und zu einem für europäische Verhältnisse abenteuerlich beladenen Motorroller. Zugegeben, die Inder und Chinesen können da noch ganz andere Dinge.

Ehemaliges Katholico Kloster

Rethymnon

7.7.2021 - Gestern sind wir bei sehr schwachem Wind unter Code D 30sm nach Rethymnon geschlichen. Wir wollten vor der Hafeneinfahrt ankern, dort gab es aber einfach zu viele Jetski, so daß wir direkt unter die Burg umgezogen sind. In den Hafen zu gehen war keine Option, wir wollten unbedingt draußen schlafen können. Die Stadt selbst ist architektonisch und geschichtlich hochinteressant, von den Venezianern über die Türken und Italiener waren viele schon mal hier und haben ihre steinernen und hölzernen Spuren hinterlassen. Dennoch verlassen wir den Ort nach weniger als 24h, er ist so übervoll mit Touristen und zu 100% geprägt von entsprechenden Angeboten, das halten wir in Kombination mit der Hitze nicht aus. Eindeutig ein schöner Platz außerhalb der Saison, jetzt ist er es nicht.

Vom Minotaurus bis Joni Mitchell

4.7.2021 - Morgens um 9:30 heißt es Abschied nehmen vom frisch verlobten Paar. Wir haben für den Tag eine Yamaha Teneré gemietet, genau das richtige Wüstenschiff für die Temperaturen hier. Quer über die Insel nach Süden geht die Fahrt zum Aba Wasserfall, der sich im Winter spektakulär aus einer Felswand ins Tal stürzt. Jetzt führt er keinen Tropfen Wasser, es ist dennoch sehr beeindruckend hier - aber für eine echte Wanderung viel zu heiß. Über schön kurvige Straßen fahren wir nach Matala, dem Hippie und Traveller Ziel der 60er und 70er Jahre. Das alte Image wird touristisch voll ausgeschlachtet, dennoch bleibt der Charme der Bucht irgendwie erhalten - wenn man den Parkplatz mal ausblendet. Joni Mitchell hat den Ort einst besungen in ihrem Lied "Carey". Sie mag die Atmosphäre, die Typen und einen alten Mann namens Carey, aber nicht den Sand, den Schmutz und die Hitze, sie will zurück in ihre Welt. Schöne Songs übrigens!

3.7.2021 - Ein spätes Frühstück folgt der ereignisreichen Nacht und wir versuchen erfolglos, bei weiterhin böigem Wind, den Kite zu starten. Mittags dann ein kurzer Schlag nach Heraklion, zur Entschädigung mal bei perfektem Wind zwischen 15 und 20kn von der Seite und graskarpfen zeigt, was er kann: Mit 9 bis 12kn auf der Logge brauchen wir gerade mal 45min bis zu Hafeneinfahrt. Wir legen uns vor die Capitaneria im Stadthafen und erklimmen die 45° steile Gangway für einen Stadtbummel und den abendlichen Besuch des Palastes von Knossos. Über Knossos ist genug geschrieben worden, wir müssen ein wenig Schmunzeln über die Art und Weise der Restaurierung: Mit viel Beton wurden Teile des Palastes nachgebaut. 

  • Aba Wasserfall

  • Unsere Teneré

  • Herbie

  • Ex-Hippie place

  • Der Grill

  • Knossos - der Palast der Minoer

  • Hier ist wenig echt antik

  • Ein wahrlich luxuriöses Bad

  • Gruppenbild mit Damen

  • Moderne Villen?

Nun ist es offiziell

Auch auf steinigen Wegen ...
... gemeinsam an einem Strang ziehen

2.7.2021 -  Nach einer unglaublich heißen Nacht, in der gelegentliche Windstöße eher noch mehr Hitze brachten, sind wir froh, gegen 11:00 den Anker zu hissen und in Richtung "Dia" zu segeln, einer kleinen Insel 8 Meilen nördlich von Heraklion. Wir ankern zunächst in einer östlichen Bucht, ziehen dann aber um in die sehr romantische und tief in die Insel geschnittene Mesaios Bay. Ein kleiner Erkundungsgang führt uns in eine Felsenkapelle und andere Höhlen. Hier gibt es unzählige Kaninchen, Falken, und Möwen. Letztere bringen gerade ihren Jungen das Fliegen bei. Auf den Abend folgt eine sternenklare Nacht und nach einiger Zeit auf dem Trampolin liegend kommen Julia und Thomas zurück ins Cockpit mit einer wunderschönen Nachricht: Thomas hat soeben um Julias Hand angehalten. An ihrem Finger glitztert ein standesgemäßer Ring und wir stoßen gemeinsam auf diese schöne Nachricht an. Die weitere Nacht wird dann aus anderen Gründen noch ein wenig anstrengend: Wilde Böen fegen durch das enge Tal, leider aus wechselnden Richtungen und graskarpfen wird hin- und hergeschubst. Um 4:00 morgens wird es uns zu bunt, und wir ziehen in stockdunkler Nacht dem alten Track folgend um in die Bucht des Vormittags, da kommen die Böen wenigstens immer aus der gleichen Richtung.

Mesaios Bay

Gegen den Wind

1.7.21 - Wir verlassen Spinalonga ungern, aber am 4.7. geht es für Julia & Thomas wieder nach Deutschland und wir wollen sie nach  Heraklion segeln. Mit wenig Wind kreuzen wir nach Westen, bis am Nachmittag die Unterwassergenua zum Einsatz kommt. Wir ankern vor einer Touristenhochburg und bekommen sogar noch eine recht gute Band mit Saxophon auf die Ohren.

Juni 2021


Bucht von Spinalonga

30.6.2021 - Am Morgen wird noch ein wenig gekitet, dann segeln wir hart am Wind die 5 Meilen nach Spinalonga - ein wirklich mystischer Ort. Silvia umschwimmt die Insel gleich zweimal. Die ursprünglich venezianische Festung wurde vor 200 Jahren zum Verbannungsort griechischer Leprakranker, die hier weitgehend auf sich selbst gestellt leben mussten. Wie schön ist es doch, in der heutigen Zeit mit all ihren medizinischen Errungenschaften zu leben. Abends noch mal Kiten, dann ein leckeres Abendessen in Elounda.

Richtig Sommer

29.6.21 - Update am frühen Morgen: Der Übeltäter ist gefunden, eine kleine Faser hat die Hauptdüse zeitweilig verstopft, das haben wir gestern übersehen, der Mercury läuft wieder wie ein Uhrwerk.

28.6.21 - Eine prall mit Aktivitäten und Eindrücken gefüllte Woche liegt hinter uns: Am Dienstag sind wir an der Ostküste Kretas durch die wunderschöne "Schlucht der Toten" gewandert. Am Mittwoch ging es in die Richties Schlucht, allerdings etwas fauler als am Vortag, sind wir "nur" von der Küste  ein paar Kilometer bis zu einem wunderschönen Wasserfall vorgedrungen. Donnerstags Ruhetag mit kleiner Wanderung am Kloster Toplou, etwas Einkaufen und Bootsputz. Am Freitagnachmittag kamen dann Julia und Thomas. Der Wind war perfekt und noch am selben Abend wurden die Kites aufgeblasen und probegefahren. Samstag dann ganztägig Kiten und endlich klappt es nun gut genug, dass sich Jürgen in Zukunft auch mal alleine aufs Brett trauen wird. Am Sonntag Morgen geht Thomas noch mal auf´s Wasser, um 11:00 lichten wir den Anker und mit einem Zwischenstopp in der Palmenbucht Vai kreuzen wir nach Sitia. Hauptgrund zum Anlaufen der Stadt: der örtliche Lidl ;-).  Heute dann Großeinkauf und kurz vor Mittag geht es weiter: Hart am Wind mit 18-28 kn auf die Nase in eine Bucht südlich von Elounda. Während einer kurzen Besichtigungstour mit dem Dinghi in die Bucht von Elounda streikt der Außenborder, er scheint nicht genug Sprit zu bekommen und wir beschließen den Abend mit Fehleranalyse, Zerlegen des Vergasers und vielen Hypothesen, an was es denn nun liegen könnte. Morgen sehen wir weiter, noch läuft er nicht rund und es wird deutlich, wie unverzichtbar das Ding ist.

So, jetzt noch ein paar Schnappschüsse, mehr Details folgen, wenn wir wieder mehr Muße haben:

Kreta calling

21.6.21 - Ende dieser Woche bekommen wir Besuch von Julia & Thomas, die einen Flug nach Heraklion gebucht haben. Der Wetterbericht sagt für Dienstag und Mittwoch zwei windstille Tage voraus, das kommt selbst im Land des Meltemi ab und zu vor. Dennoch blieb Zeit für zwei Tage auf Karpathos und eine Nacht auf Kasos - letztere allerdings mit frühem Start, seit 5:55 heute morgen sind wir im Schleichgang mit nur 10kn Wind auf dem Weg nach Kreta. Auf der zweiten Hälfte der 45 Meilen frischt der Wind ordentlich auf und mit über 9kn sausen wir nach Westen. Gegen 12:30 fällt der Anker in der Bucht von Kouremenou. Ein langer Sandstrand, Olivenfelder und einige Tavernen am Strand, genau nach unserem Geschmack. Friday afternoon we expect Julia & Thomas for a week on the boat. The weather forecast predicts two calm days for Tuesday and Wednesday. Nevertheless there was enough time for two days on Karpathos and one night on Kasos - the latter however with an early start, since 5:55 this morning we are in creep speed with only 10kn wind on the way to Crete. Later the wind picked up and graskarpfen averaged 9kn for the 2nd half of the trip. Around 12:30 we drop anchor in the bay of Kouremenou. A long sandy beach, olive fields and some tavernas on the beach, just our taste here.

Erste Eindrücke von Kretas Ostküste

Kasos Massaker

Kasos kam im vorletzten Jahrhundert zu relativem Wohlstand und besaß eine verhältnismäßig große Flotte. Es lebten 7000 Menschen auf der Insel, heute sind es nur noch 800. Während des Unabhängigkeitskrieges von den Ottomanen wurde diese strategische Stellung den Inselbewohnern zum Verhängnis. Bei einem großangelegten Angriff kamen 500 Insulaner ums Leben, 2000 wurden in die Sklaverei verschleppt. Noch heute ist die Erinnerung daran in verschiedenen Monumenten festgehalten. Heute ist die Insel an Ruhe und Beschaulichkeit kaum zu übertreffen. Wenn man es irgendwo geschafft hat, die Uhren langsamer laufen zu lassen, dann hier. Kasos became relatively prosperous in the century before last and had a relatively large fleet. There were 7000 people living on the island, rather than only 800 today. During the war of independence from the Ottomans, this strategic position became the islanders' undoing. During a large-scale attack, 500 islanders were killed and 2000 were taken into slavery. Even today the memory of this is recorded in various monuments. Today the island can hardly be surpassed in peace and tranquility. If anywhere has managed to make the clocks run slower, it is here.

  • Ehemals itelienisches Verwaltungsgebäude in Fikádia, Karpathos

  • In den Bergen von Karpathos

  • Byzantinische Steine

  • Stavros Kapelle

  • Blick über unsere Ankerbucht

  • Hier wird einem griechischen Piloten gedacht, der mit einem türkischen Jet kollidierte

  • Sonnenuntergang vor Kasos

Karpathos

Eine sehr langgestreckte Insel mit eigenem Wetter. Auf der Westseite staut sich der Meltemi und über den Gipfelkamm rasen die Wolken. In Lee auf der Ostseite ist es extrem trocken. Im Lauf des Tages kämpfen die lokalen Land/Seewinde mit den großräumigen Winden um die Vorherrschaft. Entsprechend kreiseln wir am Anklerplatz jeden Tag zweimal um 360°, gut dass der Sand so gut hält hier. Wir machen eine ausgedehnte Tour mit dem Roller, allerdings kapitulieren wir dann doch auf 2/3 der Strecke in Richtung des Dorfes Olymbos ganz im Norden der Insel. Es soll dort sehr malerisch und authentisch sein, aber wo ist es das nicht in Griechenland. (Naja, natürlich auf Santorin und Mykonos) Zeit zum Schwimmen, Einkaufen und Bummeln.  An elongated island with its own weather. On the west side, the Meltemi drives clouds  the  ridges. Downwind on the east side it is extremely dry. During the day the local land/sea winds fight with the large-scale winds for dominance. Accordingly, we circle 360° twice every day at the Ankler site, glad that the sand holds so well here. We make an extended tour with the scooter, however, we capitulate at 2/3 of the distance to Olymbos in the very north of the island. It is supposed to be very picturesque and authentic there, but where is it not in Greece. (Well, of course on Santorini and Mykonos) Time for swimming, shopping and strolling. 

Flotter Ritt nach Prasonisi

16.6.2021 - Am Morgen bei einem Landgang haben wir ein altes Geschütz vor der Stadt Chalki besichtigt. Irgendjemand hat sich darum gekümmert und es abgeschmiert, alle wesentlichen Funktionen waren noch vorhanden. Wir konnten es nicht lassen, daran herumzuspielen und haben hinterher herausgefunden, daß es eine Bofors 40mm Flak war, eines der meistgenutzten Geschütze überhaupt. Dann ging es in sehr flotter Fahrt mit gut 20 kn Rückenwind und leider eher unangenehmer Welle an die Südspitze von Rhodos. Hier liegt die kleine Halbinsel Prasonisi, die über einen langen Sandstrand mit der Hauptinsel verbunden ist - ein idealer Kite- und Surfspot. Morgen will sich Jürgen hier mal versuchen.

Chalki

14.6.2021 - Nach gelungener Reparatur der Großfall, einem kleinen Spaziergang und Silvias obligatorischem Schwimmen - heute bei 25kn Wind und Welle - setzenwir  die 7,5 Meilen nach Chalki über, hier steht kein Schwell in der Bucht. Nettes kleines Örtchen, einmal Moussaka und Souvlaki runden den Tag ab. 

Chalki

Symi - Alimia ... und Ratsch!

14.6.21 - Heute morgen ist es ruhig und wir beginnen mit dem Projekt "Fall einziehen". Hoch in den Mast und von oben eine dünne, mit einer Schraube beschwerte Leine im selbigen hinab lassen. Diese Leine dann mit einem Draht von der Seite unten herausfischen - so die Theorie. In der Praxis brauchen wir 2h und drei Anläufe, denn es braucht mehr Gewicht und ein ziemliches Gefummel, bis es endlich klappt. Im Mast sitzen nämlich zwei Rohre für die Elektrik, zwischen denen sich die Leine wunderbar verstecken kann. Der Rest ist schnell erledigt, hoffen wir mal, dass der Knoten statt Spleiß jetzt auch hält.


13.6.2021 - Nach zwei ruhigen Tagen in der Pedi Bucht auf Symi sind wir  weitergezogen nach Alimia. Zunächst mit Schleichfahrt und drehenden Winden, dann immer flotter mit bis zu 16kn wahrem Wind. Eine Meile vor Alimia ist schlagartig die Fahrt aus dem Schiff und das Großsegel unten. Der Augspleiß im Flaschenzug des Großfalls hat aufgegeben, ohne Fall kam es zum Fall. Nun denn, erst mal ankern und den Inselberg mit Burgruine des Johanniterordens besteigen, morgen früh ist hoffentlich weniger Wind für die Kletterei im Mast. 

Das war einmal ein Augspleiß
Traumbucht Alimia
Strandgut ist immer interessant

Wiedervereinigt - Reunited

11.6.2021 - Am 8.6. ging es nach Rhodos und graskarpfen wurde vor dem Stadthafen Mandraki verankert. Im Hafen war angeblich kein Platz mehr und in der Marina wollten sie 134€/Nacht, da fiel die Entscheidung leicht Der Ankerplatz erwies sich auch bei Meltemi Lage als absolut empfehlenswert, wenig Schwell und guter Grund, mit dem Dinghi nur 5 min in die Stadt. Am nächsten Morgen dann Boot putzen, Roller mieten und abends meine Prinzessin vom Flughafen abholen.

Gestern große Rollertour über die Insel: Zuerst ins Butterfly Valley, ein landschaftlich schönes Tal, in dem wir auch zwei Schmetterlinge sahen, touristisch durchgestylt, also naja.  Dann weiter zu den sieben Quellen, eine wirklich schöne Ecke, in der das Wasser einiger Quellen in Aquädukte geleitet wird, die wohl nicht mehr genutzt werden und sich in verschiedenen Stadien des Verfalls befinden. Unterwegs finden wir zufällig ein Spielzeugmuseum im Nirgendwo - und es ist total nett, die Dinge unserer Kindheit wiederzufinden. Danach in das berühmte Lindos. Den teuren Eintritt zur Burg und Akropolis sparen wir uns, stattdessen umrunden wir den Burgberg auf abenteuerlichen Pfaden. Von hinten gibt es mit kleiner Klettereinlage auch einen kostenlosen Zugang, aber wir wollen keinen Ärger und lassen das lieber. 

Heute Einkaufen bei Lidl, noch ein Spaziergang durch die Stadt und dann lichten wir den Anker. Perfekter Wind, ca. 13-17kn, für den Ritt zurück nach Symi gegen Wind und Strom in der Rhodos Strait. Leider verlieren wir einen Schäkel am Vorliek der Fock. Schnell wegwickeln und überlegen: Erst versuchen wir es unter Maschine, aber das macht gar keinen Spaß. Dann versuchen wir es mit der Minimierung des scheinbaren Windes und laufen vor dem Wind ab. Mit Groß und 2 x 2500U/min bekommen wir den Wind auf 6kn reduziert und schaffen es so, einen neuen Schäkel einzuziehen. Jetzt arbeitet sich graskarpfen auf der Kreuz voran und es ist etwas Zeit, die Webseite zu aktualisieren.  

11.6.2021 - On the 8th  I sailed to Rhodes. Boatcleaning the next morning and in the evening my princess arrived. Yesterday scooter tour over the island: First to the Butterfly Valley, a scenic valley, where we saw two butterflies, so well.  Moved on to the Seven Springs, a really nice area, where the water from some springs is piped into aqueducts that are probably no longer used and are in various stages of decay. On the way we happen to find a toy museum in the middle of nowhere - and it was nice to find the things of our childhood there. Afterwards to the famous Lindos. We save the expensive entrance fee to the castle and acropolis, instead we walk around the castle hill on adventurous paths. From behind there is also a free entrance with a little climbing, but we don't want any trouble and rather leave it. 

Today shopping at Lidl, another walk through the city and then we weigh anchor. Perfect wind, about 13-17kn, for the ride back to Symi against wind and current in the Rhodes Strait. Unfortunately we lose a shackle on the luff of the jib. Quickly wind away and think: First we try it under engine, but that is no fun at all. Then we try to minimize the apparent wind and run downwind. With main and 2 x 2500rpm we get the wind reduced to 6kn and manage to pull in a new shackle. Now graskarpfen is working his way on the cross and there is some time to update the website.

Rhodos Mandraki

Im Spielzeugmuseum - Toy museum

  • Rhodos bei Nacht

  • Hafen Mandraki

  • Die trutzigen Mauern der Großmeister

  • Wunderschöne Architektur

  • Im Tal der sieben Quellen

  • Lindos

  • Akropolis von Lindos

  • Richtung Ost

Auf dem Weg nach Rhodos

6.6.2021 - Tilos Symi

Ich schwanke, ob gehen oder bleiben, werfe dann aber um 8:00 die Leinen los, morgen soll der Wind schwächer werden. Mit furioser Fahrt geht es aus der Bucht, 10-12 kn auf der Logge, aber bis zu Hälfte der Strecke nimmt der Wind stetig ab auf gerade noch 3-5kn. Noch eine gute Stunde dümpeln im Schwell mit 2-3kn Fahrt, dann kommt der Volvo zum Einsatz. Na gut, dann kann der Wassermacher  für die Waschmaschine ein wenig arbeiten. In Symi meide ich den geschäftigen Stadthafen und ankere in der Pédi Bucht. Von dort ist es eine halbe  Stunde zu Fuß über den Berg in die wirklich sensationell schöne Stadt. I waver whether to stay or go, but then throw  the lines at 8:00, tomorrow the wind might be too weak. Leaving the bay full throttle, 10-12 kn on the log, but at around half the distance to Symi the wind decreases to just 3-5kn. graskarpfen is bobbing along for a good hour, then the Volvo has to replace he wind. Well, thats goo for some watermaking. In Symi I avoid the busy city harbor and anchor in  Pédi Bay. From there its a 30 min walk across the hill into the really sensationally beautiful town of Symi.

5.6.2021 - Kos Tilos

Nach wildem Geschaukel in der Nacht habe ich nicht einmal Lust auf Frühstück, um 6:00 geht der Anker hoch, Flucht Richtung Süden. Unterwegs entscheide ich mich für Tilos, einer kleinen Insel abseits des Mainstream Tourismus. Hier ist graskarpfen das einzige auswärtige Boot im Hafen, die Insel noch in Erwartung kommender Touristen. Sch.... Corona! Eine kleine Wanderung auf die Burg, ein Gyros und ein Bier, das war´s für den Tag. After a rocky night I do not even feel like breakfast, at 6:00 the anchor is raised and I flee south. On the way I decide for Tilos, a small island off the beaten track. Here graskarpfen is the only foreign boat in the harbor, the island still waiting for tourists to come. Sh.... Corona. A little hike up to the castle, a gyros and a beer, that's it for the day.

4.6.2021 - Lipsi Kos

In wenigen Tagen kommt Silvia nach Rhodos und der Wind hält nur noch bis Sonntag. Ich muss also los Richtung Süden und das schöne Lipsi verlassen, auch wenn es gerade schwerfällt. Gerade als ich dabei bin die Abfahrt vorzubereiten, kommt die Amelie in den Hafen gefahren, wir haben Renate und Günther letztes Jahr auf Tilos kennengelernt. Schade, aber der Wind nimmt stetig zu und ich muss nach kurzem Gespräch los, will das Ablegemanöver noch ohne Stress fahren können. Nach 5h Fahrt mit schönem raumen Wind gehe ich nördlich der Kos Marina vor Anker. Es hat üblen Schwell, aber die Marina ist voll und teuer. Abends noch ein Essen mit der Elena Crew, schade, ab hier trennen sich unsere Segelwege wohl erst einmal.  In a few days Silvia arrives in Rhodes and the wind forecast is only good til  Sunday. So I have to go south and leave beautiful Lipsi and its people, even if so it´s hard. Just as I am preparing the departure, SY Amelie enters the harbor, we have met Renate and Günther last year on Tilos. Too bad, not to have more time with them, but the wind  increases rapidly and I want to leave without stress. After 5 hours  with  nice aft  wind, I anchor north of Kos Marina. Pretty uncomfortable swell, but the marina is full and expensive. In the evening I have a meal with the Elena crew, too bad, from here our sailing paths separate for the season.

Idylle: Pedi Bucht auf Symi

Tilos - am Hafen
Kos - mit Albergo Gelsominoi

Wellenreiten mit achterlichem Wind - Wavepiercing downwind is fast and fun

Schoinoussa & Lipsi

2.6.2021 - Am Dienstag wehte wieder brauchbarer Wind für´s Kiten und nach noch einmal 1 1/2h mit Trainer fühle ich mich jetzt bereit, es alleine zu versuchen. Teures Vergnügen, denn nur mit meinem 12m2 Kite macht es in Griechenland wenig Sinn, der funktioniert nur zwischen etwa 12 -17kn, daher kam noch ein 9 m2 hinzu, der deckt den Bereich bis 22kn ab, das passt für das Meltemi Land. Nach dem Kiten ging es abends noch in die Bucht von Schoinoussa. Mit drei Booten ist es darin schon eng und ich hade mich gefragt, wie ich zusätzlich zum Ankeralarm verhindern kann, beim Schwoien mit den anderen Booten zu kollidieren: Die Lösung heißt Radar. Noch nie probiert im Nahbereich bisher, aber das klappt einwandfrei. Einfach eine 20m Warnzone eingestellt, das lässt genug Zeit vom Reich der Träume bis zur Aktion zu kommen. Gestern dann Rauschefahrt von knapp 70sm nach Lispi, hier liegen  Susanne, Marcus und Lilly mit ihrer Darksyde. Gemeinsam mit einem weiteren Paar gab es ein leckeres Essen bei Manolis - wo sonst auf Lipsi ;-)   Tuesday  I had good wind for kiting again and after another 1 1/2h with coach I now feel being prepared to try on my own. Expensive pleasure however, because with just my 12m2 kite, which works only between about 12 -17kn it´s difficult in Greece, so I added a 9 m2, which covers the range up to 22kn, suitable for Meltemi conditions. After kiting I went to the bay of Schoinoussa in the evening. With three boats it is already packed and I needed to find a solution: radar. Never tried in close range so far, but it works perfectl. Simply set a 20m warning zone, that allows for enough time to jump from the realm of dreams to the action. Yesterday then a fast run of scarcely 70sm to Lispi, were Susanne, Marcus and Lilly with their Darksyde are in the harbour too. Together with another couple we had a delicious meal at Manolis - where else on Lipsi ;-)

Mai 2021


Andiparos & Paros

31.5.2021 -  Vorgestern endlich ein paar Kitesurfstunden mit Erfolg. Kann jetzt Höhe zum Wind laufen und habe Schirm und Brett nach dem ein oder anderen Sturz auch wieder einsammeln und starten können. Heute zum Einkaufen und Diesel bunkern nach Paros getuckert und heute abend in einer einsamen Bucht im Norden von Andiparos. Herrlich ist es hier, ich bin völlig allein mit der Natur. The day before yesterday finally a few successful kitesurfing lessons: Can gain height to the wind and could collet and restart board and kite after some crashes. Today shopping and filling up Diesel and tonight anchoring in a secluded bay at the north tip of Andiparos. It´s wonderful out here, completely alone with nature.

Zurück in der Ägäis - Back to the Aegean

29.5.2021 - In drei Schlägen mit meist knappem Wind segelt graskarpfen nach Pareika auf Paros. Dort liegt auch die Elena von Dagmar und Hans, ein schönes Wiedersehen. Unterwegs vor Kea noch ein Ankermanöver der anstrengenden Art: Die Kette wickelt sich Nachts um eine Metallstrebe und ist nicht mehr freizubekommen. Also a) Tauchzeug klarmachen b) Boot an den Zweitanker hängen, um die Kette zu entlasten c) Tauchen und Kette freimachen d) Hauptanker aufholen e) Zweitankerleine mit Boje abwerfen f) Boot neu verankern g) Dinghi klarmachen und Zweitanker bergen h) Alles wieder aufräumen. Alles in allem zwei Stunden harte Arbeit. Gestern haben sich die Elena und der graskarpfen ein paar Meilen nach Süden vor den Ort Andiparos verholt, heute morgen ist ein Kitesurfkurs gebucht, es könnte allerdings heftig werden, inzwischen stehen schon 18kn Wind im Kanal zwischen Paros und Andiparos. In three legs with erratic winds, graskarpfen sails to Pareika on Paros. There I meet SY Elena with Dagmar and Hans, a nice reunion. The morning before I had an anchor maneuver of the strenuous kind: The chain wraps itself at night around a metal strut and is stuck. Procedure: a) Get the diving gear ready b) Place the second anchor to release the chain of the main anchor c) Dive and free the chain d) Retrieve the main anchor e) Drop the second anchor line with buoy f) Anchor the boat again g) Get the dinghy ready and retrieve the second anchor h) Clean up everything. All in all, two hours of hard work. Yesterday Elena and graskarpfen moved a few miles south to the village of Andiparos, this morning a kitesurfing course is booked. Could become tough for the beginner, in the meantime 18kn of wind blow through the channel.

Noch ein Sonnenuntergang - weil´s einfach schön ist

Los geht´s - Moving on

26.5.2021 - Das Wassern des Bootes gestern ging ruck-zuck, bei wechselnden schwachen Winden ist graskarpfen nach Ägina gesegelt. Unterwegs Inbetriebnahme des Wassermachers, er funktioniert noch, bin erleichtert. Abends dann Klarmachen des neuen SUP´s, das wir anstelle des Kayaks jetzt an Bord haben. Macht Spaß, ist eine gutes Oberkörpertraining und nimmt auf dem Trampolin kaum Platz weg. Heute Motorsegeln Richtung Kap Suonion, falls noch Wind aufkommt vielleicht auch weiter.  Slipping yesterday was easy and with unstable low winds graskarpfen sailed to Aegina. On the way commissioning of the watermaker, it still works, I´m relieved. In the evening then setup of the new SUP that replaces our  kayak. It's fun, nice upper body workout and takes up very little space on the trampoline. Today motor sailing towards Cape Suonion, if more wind comes up, maybe further.

Sonnenuntergänge sind kitschig, dennoch wunderschön - sunsets, cheesy but wonderful

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen - First work, then fun

22.5.2021 - Genauso fühlt es sich gerade an: Die Vorfreude aufs Wassern am Dienstag ist groß, die Ermattung nach einer Woche mit 8-10h harter Arbeit auch. Auf die völlig problemlose Fahrt ohne jede Kontrolle der zahlreichen Unterlagen (PCR-Test, PLF Italien PLF Griechenland folgte bisher:

  • Grob Säubern des Bootes und Inbetriebnahme aller Anlagen
  • Anschleifen des alten Antifoulings und Reparatur eines kleinen Gelcoatschadens unter dem Rumpf
  • Neues Antifouling 2x streichen
  • Fock, Großsegel und neuen Lazybag wieder anschlagen
  • Neuer verbesserter Controller und Halterung für den SailnSea Hydrogenerator installiert
  • Neues größeres Sonnensegel präpariert
  • Neue Starterbatterien besorgen und einbauen - zu doof, wenn man vergisst, den Strom abzustellen
  • Impellerpumpen an beiden Maschinen ersetzen und die alten mit Austauschteilen überholen. Probelauf der Maschinen zur Dichtheitsprüfung
  • Kühlwasserschläuche ersetzen - dafür Fahrt nach Athen
  • Neues Dinghi aus- und altes Einpacken. Neuen passenden Tank und Benzinschlauch besorgen und einbauen, Aussenborder aus der Kiste holen und montieren. Springt nach dem dritten Ziehen an, happy!
  • Laufendes Gut säubern und teilweise ersetzen
  • Werkzeuge und Materialien ausmisten, sortieren und ergänzen
  • Bimini installieren
  • Gründlich das ganze Schiff säubern und mit dem Polieren des Decks beginnen. Morgen kommt ein Team, um die Rümpfe außen zu machen, das schaffe ich alleine vor dem Slippen nicht mehr.
  • Verproviantieren
  • Navigation, Funkgeräte usw. testen
  • ... und wieder mal Souflaki, Gyros und Co.

Soweit mal ein kurzer Zwischenstand, mehr gibt es, wenn graskarpfen wieder in seinem Element ist.

English ...

22.5.2021 - That's exactly how it feels right now: The anticipation of slipping the boat on Tuesday is great, as ist the fatigue after a week with 8-10h hard work. After a completely trouble-free trip without any checking of the numerous documents (PCR test, PLF Italy PLF Greece) the following happened:

  • Rough cleaning of the boat and commissioning of all systems.
  • Sanding of the old antifouling and repair of a small gelcoat damage of the hull
  • New antifouling, 2x paint
  • Mount jib, mainsail and new lazybag
  • New and improved controller and mount for SailnSea hydrogenerator installed
  • New larger tarp prepared for use
  • Buy and install new starter batteries - that happens when you forget to switch off
  • Replace impeller pumps on both engines and overhaul the old ones with replacement parts. Test run the engines to check for leaks
  • Replace cooling water hoses - and drive to Athens to get them
  • Unpack new dinghy and pack old one. Get and install new matching fuel tank and fuel hose, get outboard out of box and install. Starts after third pull, happy!
  • Clean and partially replace lines.
  • Clean out, sort and add tools and materials
  • Install bimini
  • Thoroughly clean the whole boat and start polishing the deck. Tomorrow a team will come to do the outside of the hulls, I can't do that by myself until slipping
  • Provisioning
  • Test navigation, radios etc.

So far a short  statusreport, there will be more once graskarpfen is back in his element.

Back …

Reisen in Zeiten des Virus

12.5.2021 - Das Auto ist gepackt, das neue Dinghi auf dem Dach - hoffentlich findet es die Gnade der Ordnungshüter - und der negative Test ausgedruckt. Morgen früh geht es los, am Samstag um 8:00 soll die Fähre in Igoumenitsa anlegen. Dann wird der  Test 68h alt sein, hoffentlich klappt alles.  The car is packed, the new dinghy on the roof - hopefully it finds the mercy of the law enforcement officers - and the negative test is printed out. Start tomorrow morning, the ferry is scheduled to dok in Igoumenitsa, Greece Saturday morning 8:00. By then the test will be 68hrs old, hopefully everything works out.

April 2021


Land in Sicht

21.4.2021 - Griechenland öffnet sich, beendet den Lockdown und lässt getestete oder doppelt geimpfte Menschen einreisen. Die Fähre am 14.5. von Ancona nach Igoumenitsa ist gebucht. Wir sind gespannt, wie es graskarpfen in diesen 6 Monaten ergangen ist: was machen die Batterien, wie geht es dem Wassermacher, dem Dinghi?  Kein Land in Sicht hingegen für die CDU. Nach 16 Jahren Merkel hat dieser Verein nicht mal mehr den Schneid, den offensichtlich vielversprechenderen Kandidaten zu wählen. Die Angst um Posten und Pöstchen scheint zu dominieren, da verliert man doch lieber gleich die Wahl, dann muss man auch nicht so viel Verantwortung tragen. Die vergangenen 16 Jahre wurde schlecht regiert, was nicht heißt, dass es nicht schlimmer kommen könnte, wir werden sehen - oder besser: Nicht hinsehen, dann tut es auch nicht so weh. 

Vorsicht!  Watch out!

Von den Klügsten regiert ...

8.4.2021 ... werden nach Konrad Lorenz tatsächlich die Herden der Paviane. Der wichtigste Job Berlins wäre die schnelle Beschaffung ausreichender Impfstoffmengen, so wie das die Amerikaner, die Engländer,  die Israelis und die Russen vormachen. Weil das nicht klappt, hangelt man sich von einer Übersprunghandlung zur nächsten: Erst "Brückenlockdown", nun Zentralisierung der Entscheidungsgewalt. Dabei waren die Ansätze der Bundesländer meist besser als die Ideen der Zentrale. Das würde mit dem Diktat aus Berlin natürlich weniger sichtbar - unbestreitbar ein Vorteil aus der richtigen Perspektive. 

Wenn ich könnte, würde ich das Kabinett gern mal so anschauen, wie es der Weißkopfseeadler aus dem Wildpark Hellenthal kann ;-) 

The herds of baboons are being ruled by the smartest.  Berlin's most important job would be to  procure sufficient quantities of vaccine - yesterday - just as the Americans, the British, Israelis and the Russians are capable to do. Because that doesn't work, the government shimmies from one leapfrog action to the next: first "bridge lockdown," now centralization of decision-making power. The approaches of the federal states proved to be better than the ideas of the central government in many cases. Well, this became less visible with the dictate from Berlin - undeniably an advantage from the right perspective. 

If I could, I would like to look at the members of our government team with the expression of the bald eagle from the Hellenthal zoo  ;-) 

Frohe Ostern - Happy Easter

Jetzt liegt der Hase im Pfeffer

2.4.2021  Jesus ist tot, der Impfstoff tröpfelt so langsam ins Land und die Verteilung des Mangels wird kreativ diskutiert. Nun denn, wir lassen uns die Laune nicht verderben und genießen die Ostertage. Jesus is dead, the vaccine is slowly trickling into the country and the distribution of the shortage is discussed creatively. Well then, we will not let our mood being downed  and enjoy the Easter days.

März 2021


Es wird wärmer

28.3.2021 - Seit ein paar Tagen wird es wärmer und wir streifen fast jeden Tag für ein paar Stunden durch die umliegenden Wälder und Wiesen. Heute war mal die Drohne dabei und zufällig gerade flugfertig, als wir in einiger Entfernung auf einem Feld Rehe sahen. Einen Versuch war es wert und tatsächlich wurde das Gerät nicht als Gefahr eingestuft, sondern eher neugierig betrachtet, bis sich die beiden, vermutlich eine Mutter und ein Kitz vom letzten Jahr, langsam trollten. For a few days it´s getting warmer now and we roam almost every day for a few hours through the surrounding forests. Today we had the  drone with us and it was coincidentally just ready to fly, when we saw deer in some distance. We gave it a try and indeed the device was not classified as a danger, but rather looked at curiously until the two, probably a mother and a fawn from last year, slowly trolled. 

Frühling, wo bleibst Du?

22.3.2021 - In diesem Frühjahr hätten wir gerne: besseres Wetter, bessere Nachrichten aus der Politik und bessere Maßnahmen gegen die Seuche. Und bitte gleich!  This spring we´re waiting for: better weather, better politics, better measures against the pandemic. Now!

Spaziergang um Blumenthal

7.3.2021 - Es gibt nichts Wesentliches zu berichten. Heute nur ein kleines Video von einem Spaziergang rund um Hofgut Blumenthal. Nothing important to tell. Just a short video flying around Blumenthal village.

Die dritte Welle ...

                                      ... ist die Pleitewelle.

6.3.2021 -  (J)  In Griechenland herrscht nach wie vor Auslaufverbot für private Schiffe. Man munkelt von Öffnung Mitte Mai, niemand weiß Genaues, wir sind gespannt. Unsere eigene Exekutive dreht sich weiter im Kreis: Mehr Tests und  ein paar Öffnungen abhängig von der lokalen Inzidenz (die durch die Tests jetzt steigen wird). Priorität auf Schul- und Kindergartenöffnungen, also auf die intensivsten Spreaderbereiche. Und immer noch keine quantifizierte Aussage zu den Impfvolumina. Dabei wäre es in meinen Augen doch recht einfach: Die Altersgruppen über 64 Jahre sind die wirklich Vulnerablen. Das sind 22% der Bevölkerung. Sobald alle Freiwilligen dieser Gruppe geimpft sind, könnte die Welt sich wieder drehen, könnte die Schuldenspirale gestoppt werden und die Wirtschaft wieder zu sich kommen, ohne komplett verstaatlicht - d.h. vom Geld der Bürger gekauft werden zu müssen. Ich  würde wirklich gerne wissen, wann diese 22% geimpft sein werden - es kann nicht schwer sein, das auszurechnen, aber tun will es  scheinbar keiner von denen, die die Daten haben.  In Greece there is still a ban on private ships leaving the port. There are rumors of opening in mid-May.  Our own government continues circle: more tests and a few openings depending on local incidence (which will now increase due to the tests). Prioritize school and nursery openings, the most intensive spreader areas. And still no quantified statement on vaccination volumes. Yet it would be quite simple in my eyes: the age groups over 64 are the really vulnerable. That is 22% of the population. As soon as all volunteers of this group are vaccinated, the world could turn around again, the debt spiral could be stopped and the economy could come back to itself without having to be completely nationalized - i.e. bought by the citizens' money. I would really like to know when these 22% will be vaccinated - it can't be hard to work it out, but apparently none of those who have the data want to do it.

Wir wollen Corona überhaupt nicht verharmlosen. Weitere 14.000 Opfer wären sehr sehr traurig. Aber es sterben jedes Jahr 300.000 Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen und wir haben deswegen auch keinen Zwangssport, detaillierte Ernährungsvorgaben und Stressverbot, um 150.000 davon zu retten. Wir überlassen es dem mündigen Bürger, das für sich zu entscheiden.

Februar 2021


Ansegeln

28.2.2021 - Strahlender Sonnenschein, 10-12kn Wind und eiskaltes Wasser. Mit Julia und Thomas geht es an den Ammersee, um den ehemaligen kleinen graskarpfen - jetzt heißt er Schnittchen - ein wenig nass zu machen. Ein kurzer Flug mit der Drohne soll schöne Bilder liefern, leider ist mit der Scharfstellung etwas schiefgelaufen, dennoch ein paar Impressionen anbei. Es war wunderschön, viele Menschen an den Strandpromenaden und eine schöne Alpenkulisse obendrauf.  Bright sunshine, 10-12kn wind and ice cold water. With Julia & Thomas  we drive to lake Ammersee for wetting former small "graskarpfen" - now she is called "Schnittchen". A short flight with the drone should  have provided nice pics, unfortunately something went wrong with the focus, but still a few impressions attached. It was beautiful, many people on the boardwalks and a beautiful alpine scenery on top.

As time goes by

13.2.2021 - Schon sind wieder zwei Wochen im Lockdown vergangen und die Verlängerung auf den nächsten Monat ist beschlossen. Wenn unsere sogenannte Regierung in den letzten 12 Monaten  irgendetwas Greifbares getan hätte, etwa die Anzahl der Intensivbetten erhöht, die Nachverfolgung besser organisiert, Schnelltests in großer Menge beschafft oder wenigstens genug Impfstoff eingekauft hätte, dann könnte man sich damit ja irgendwie emotional arrangieren. Jetzt müssen wir aber erst einmal verstehen lernen, wieso Frisuren zur Menschenwürde gehören und alle anderen Freiheiten disponibel sind. Ein Spaziergang bei -6°C hat die aufrührerische Seele etwas beruhigt, jetzt genießen wir das Wochenende und träumen vom graskarpfen. Another two weeks with lockdown have passed and the decision has been made to extend it to the next month. If our so-called government had done anything proactive in the last 12 months, such as increasing the number of intensive care beds, procuring rapid tests in large quantities or at least buying enough vaccine, we could somehow come to terms with it emotionally. But now we must first learn to understand why hairstyles are part of human dignity and all other freedoms are disposable. A walk at -6°C has calmed the rebellious soul a bit, now we enjoy the weekend and dream of our graskarpfen.

Im Schmuttertal
Auch eine Idee, leider ist der Schirm auf dem Boot

Januar 2021


Tom´s neue DJI mini im Test mit starkem Wind

Besuch aus Brasilien

30.1.2021 - Seit Weihnachten ist Tom  von der QueMas im Lande: getestet und "quarantainiert". Jetzt war er für drei Tage bei uns uns, wir konnten Seemansgarn spinnen und uns an seinen Abenteuern entlang der brasilianischen Küste erfreuen. Am 10.2 hofft er - wiederum getestet - zu seinem Schiff zu kommen. Wir drücken feste die Daumen, dass die Einschränkungen unserer Bürgerrechte ihm das nicht verwehren. Schön, dass Du hier warst, Tom!  Since Christmas Tom, the skipper of QueMas is back home: tested and "quarantained". He came to see us for three days, so we could spin some sailor's yarn and enjoy his adventures along the Brazilian coast. On 10.2 he hopes - again tested - to be back at his ship. We  keep our fingers  crossed, that the restrictions on our civil rights will not prevent him from doing so. Glad you were here, Tom!

Unverdrossen ...

24.1.2021 - ... versuchen wir, dem Wetter und den Einschränkungen zu trotzen. Gestern eine Wanderung im Tal der Schmutter - wir haben es die Augsburger Tundra genannt - und heute noch mal eine schnelle Runde durch den Schnee mit abschließendem Schweinebraten vom Feinsten. ... we try to ignore weather and  restrictions. Yesterday a hike along the river Schmutter - we called it the Augsburg Tundra - and today  a quick snow walk crowned with roast pork at its best.

Pardon, Engelsgeduld

27.1.2021 - Update: "Wer zu spät kommt .... ". Wenn man drei Monate später unterschreibt wie bei Astra Zeneca oder mit schlechteren Konditionen wie bei Pfizer/BionTech, dann kommt man später dran. So ist das im real existierenden Kapitalismus nun mal. Da unser Volk offensichtlich eine Regierung will, die die Naturgesetze des Wirtschaftens nicht anerkennt, sollte es auch die Folgen ohne Murren ertragen. Oder auf die Richtigen und nicht die Unternehmen schimpfen und klüger wählen ;-). Update: I don't understand the excitement. If you sign three months later, as with Astra Zeneca, or with worse conditions, as with Pfizer/BionTech, then you get later. That's just the way it is in real existing capitalism. Since our people obviously want a government that does not recognize the natural laws of economic activity, they should also suffer the consequences without grumbling. Or grumble at the right people, not the companies, and vote smarter ;-)

22.1.2021 - Bei der Planung und Beschaffung der Corona Impfung scheint das Prestigeprojekt des neuen Berliner Flughafens Pate gestanden zu haben. Das können andere Länder sehr viel besser. Aufwachen Berlin!  The planning and procurement of the Corona vaccination seems to have been inspired by the prestige project of the new Berlin airport. Others do it much better. Wake up, Berlin!


Hintergrund ...

Von Ralph Sina, ARD-Studio Brüssel, und Dominik Lauck, tagesschau.de 

"Israel hat in den Impfstoff-Verhandlungen einen anderen Ansatz verfolgt als die EU und sich lange vor den Europäern große Impfstoff-Mengen von BioNTech/Pfizer gesichert. Vor allem aber hat das Land dem Impfstoffhersteller im Gegenzug die Übermittlung von Impfdaten vertraglich garantiert. Die EU legte hingegen großen Wert darauf, dass Pfizer die Produkthaftung übernimmt - was in Israel der Staat macht.

Hinzu kommt, dass der Neun-Millionen-Einwohner-Staat im Vergleich zur EU für die BioNTech/Pfizer-Impfdosen einen deutlich höheren Preis zahlt - die Rede ist von rund 23 Euro pro Dosis gegenüber zwölf Euro, wie aus einer versehentlich von der belgischen Finanzstaatssekretärin Eva De Bleeker veröffentlichten Liste hervorgeht. Die EU hält die Verträge unter Verschluss, während die israelische Regierung die 20-seitige Vereinbarung mit Pfizer ins Netz gestellt hat."

Tja, unsere Uschi hat sich ja schon bei der Beschaffung für die Bundeswehr einen Namen gemacht. Wieviele Leben wird der kleinste gemeinsame Nenner nun kosten? Die Preisdifferenz zu den Israelis wäre eine knappe Milliarde für D gewesen. Der Lockdown kostet pro Woche laut IFO Institut etwa 3,5 Milliarden. Da haben wir ja was gespart.

"Israel took a different approach to the vaccine negotiations than the EU, securing large quantities of vaccine from BioNTech/Pfizer long before the Europeans did. Most importantly, the country contractually guaranteed the transfer of vaccination data to the vaccine manufacturer in return. The EU, on the other hand, attached great importance to Pfizer assuming product liability - something the state does in Israel.

In addition, the state of nine million people pays a much higher price for the BioNTech/Pfizer vaccine doses compared to the EU - there is talk of around 23 euros per dose compared to 12 euros, according to a list accidentally published by Belgian Finance Secretary Eva De Bleeker. The EU is keeping the contracts under wraps, while the Israeli government has put the 20-page agreement with Pfizer online."

Well, our Uschi has already made a name for herself in procurement for the Bundeswehr. How many lives will the lowest common denominator now cost? The price difference to the Israelis would have been almost one billion for Germany. The lockdown costs about 3.5 billion per week according to the IFO Institute. That's some savings for us.



Weniger…
Update 27.1.  Impfungen in % der Bevölkerung

Humor ist wenn man trotzdem lacht

Das Mittelmeer ist weit entfernt und kaum erreichbar, die Schwimmbäder sind geschlossen und die Seen zugefroren. Bleibt nur die Badewanne für die Badenixe. The Med is far away and hard to reach, public pools are closed and the lakes covered with ice. But the bathtub is left for use.

Geduld ist gefragt

20.1.2021 Was soll man tun - wir freuen uns über etwas Sonnenschein und mildere Temperaturen beim heutigen Gassi gehen. What else can we do. We enjoy some sunshine and milder temperatures during todays walk.

Wintermärchen südlich von Augsburg

Jetzt haben sie uns auch noch Schnee geschickt ...

16.1.2021 - ... so haben wir heute gescherzt. Jetzt können die Ordnungshüter unsere Spuren im Schnee kontrollieren und prüfen, ob wir uns an die Kontaktsperren halten. Now our government sent us snow to check our traces if we comply with their corona regulations. Our joke of the day. 

Trotzdem

10.1.2021 - Wir gehen relativ häufig an die frische Luft und  finden in unserer näheren Umgebung immer wieder Neues, so gewinnen wir dieser Zeit auch eine gute Seite ab. We go for some fresh air often and always find something new in our immediate surroundings.

Update 20.1.2021 

Etwas besser

20.1.2021 - Die Zahlen sinken langsam. Was ist anders, als vor einigen Wochen: die Schulen sind geschlossen. Es gibt immer noch sehr wenig Impfungen, Schnelltests könnten wir auch mehr brauchen und selbst so etwas Einfaches wie die FFP2 Maske scheint nicht generell durchsetzbar zu sein. Spanien zeigt gerade, wie schnell sich ein Bild ändern kann. Es bleibt unheimlich. The numbers are slowly dropping. What is different than a few weeks ago: the schools are closed. There are still very few vaccinations, rapid tests we could also use more and even something as simple as the FFP2 mask does not seem to be generally enforceable. Spain is just showing how quickly a picture can change. It remains scary.

Nicht gut

10.1.2021 - Vor 4 Tagen waren wir ganz optimistisch über die Entwicklung der Infektionszahlen, aber das war wohl zu früh gefreut, seitdem gehen die Zahlen steil bergauf. Wird mehr getestet, läuft das Arbeiten wieder an, sind wir zu unvorsichtig? Leider gibt es kaum Daten über die Ansteckungsketten, die Corona App könnte da mehr liefern, wäre der Datenschutz nicht so strikt. Bleibt wohl nur Geduld und langer Atem. Four days ago we were quite optimistic about the development of infection numbers, but that was probably too early rejoiced, since then the numbers go steeply uphill. Is there more testing, is the work starting up again, are we too careless? Unfortunately, there is hardly any data on the infection chains, the Corona app could provide more with less data protection, but doesn´t. What remains is patience and staying power.

Was haben die geraucht? oder "1+2 ungleich 2+1"

6.1.2021  Neuinfektionen mit Covid in D sind seit gut zwei Wochen rückläufig, obwohl um die Weihnachtszeit sicher vermehrt private Kontakte stattgefunden haben. Aber die meisten Betriebe und die Schulen waren geschlossen, das hat sich positiv ausgewirkt. Warum nun dennoch gerade im privaten Bereich weitere Verschärfungen erforderlich sind, würden wir gerne verstehen. Etwa die Regel "nur noch ein einzelner Besucher pro Haushalt". Das hieße für uns, dass mein Vater uns noch besuchen darf, wir ihn aber nicht mehr. Logisch? Bei einer Inzidenz über 200 wird der Bewegungsradius auf 15km beschränkt. Großstädter dürfen sich dann weiterhin im Umfeld von Hundert-tausenden Menschen bewegen, ein Dörfler ist fast von der Außenwelt abgeschnitten. Wäre nett, wenn Mutti das erklären könnte. Bitte nicht Falsch verstehen, wir sind froh, dass die Lage bei uns nicht eskaliert wie gerade in UK, USA oder Schweden. Die Situation dort ist sehr traurig.Wir sehen auch keine andere Möglichkeit, als das Aufrechterhalten von Beschränkungen. Aber bitte Beschränkungen, die nachvollziehbar sind in ihrer Wirkung und die zur Infektionssituation passen. 

... English
The numbers of new infections  in Germany have been declining for more than two weeks, despite more private contacts around Christmas time. But most companies and schools were closed, which obviously had a positive effect. Now  further aggravations are imposed for the private sector - we don´t get the logic behind. The rule "only one single visitor per household" means for us, that my father would still be allowed to visit us, but not vice versa. Is there more risk the other way round? Above of an incidence of over 200, a 15km fence around your home is set. City dwellers can then still meet hundrets of thousands other people, while village dwellers are mostly cut off from the outside world. Where is the balance? Please explain, Angela. Don´t get us wrong, we´re glad, that the situation in Germany did not escalate like in UK, USA or Sweden. It´s horrible there. We accept the need for contact limitations. But please restrictions that are comprehensible in their effect and that suit the infection situation.
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Willkommen im neuen Jahr

Welche Überraschungen 2021 für uns bereithalten wird, wissen wir noch nicht. Aber wir wissen was wir wollen: Im Winter einige Projekte zuhause durchziehen. Im Spätwinter 2-3 Wochen zum Polieren und Streichen zum graskarpfen und dann Ende März/Anfang April in See stechen. Wohin verraten wir nicht - wir wissen es noch nicht genau. We don't yet know what surprises 2021 will have in store for us. But we know what we want: Pull off some projects at home in the winter. In late winter 2-3 weeks to polish and paint to graskarpfen and then end of March / beginning of April put to sea. Where we do not reveal - we do not know yet exactly. 

Besondere Grüße ins schöne Griechenland
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