Reise 2020

Januar


Kleine Winterreise

Winni und Jürgen machen eine Runde zu den Liparischen Inseln. Gut 10 Tage haben sie Zeit, um den graskarpfen etwas zu bewegen und nach dem Rechten zu sehen. Bei herrlichem Wetter geht die Tour von Termini Imerese nach Cefalú, Capo d´Orlando, Vulcano, Lipari, Stromboli und Panarea. Morgen nochmal nach Lipari, der einzigen Insel bisher auf der eine Pizzeria geöffnet hatte und dann über Filicudi und oder Cefalú zurück.

Die Inseln sind schön, allerdings mit Ausnahme von Lipari völlig unbelebt - ein Gefühl der Einsamkeit schleicht sich da schon ein, ganz abgesehen von der Versorgungslage mit Pizza und Pasta.

Am letzten Tag der Reise tourten wir  mit dem Auto ins geschichtlich sehr interessante Tal der Tempel bei Agrigent: Wunderschön im dortigen Frühling. Auf dem Rückweg nach Termini war noch Zeit für einen Abend in Palermo - die Stadt der ganz großen Kontraste. Toll, was in der Vergangenheit an Bauten und Kultur geschaffen wurde, bedenklich, wie sich die modernen Viertel präsentieren.

  • Im Inneren

  • Caccamo

  • Agrigent

  • Frühling

  • Tempel der Concordia

  • Ikarus

Termini Imerese - Liparische Inseln im Januar. Tagsüber bis über 20°C!

Wanderungen und Besuche

Wir nutzen unsere Zeit zuhause für alles Mögliche: Wanderungen, Besuche bei Freunden und Verwandten, Steuererklärungen, Projekte. Damit die Webseite nicht einschläft, kommen ab und zu mal ein paar Bilder.

  • Hanau am Main

  • Schloß Wilhelmsbad

  • Lechstaustufe 19

  • Im Bieberwald

Nachdenklich

Wieder im Lande, beschäftigt uns die aktuelle politische Lage. Vieles was wir hören und wahrnehmen, finden wir eher verstörend. Am Montag waren wir auf dem seit 1866 stattfindenden 3-Königstreffen der Liberalen in Stuttgart - das hat uns positiv beeindruckt und wir empfehlen allen, sich das einmal anzuhören. Da gibt es Lösungsvorschläge, die uns voranbringen können und nicht ausbremsen, so wie leider viele Ideen der Grün-Linken Szene.

Mehr…

Politisch scheint das Land immer mehr von der Mitte zu den linken und rechten Rändern zu driften. Sozialromantik und der Ruf nach noch mehr staatlicher Fürsorge macht sich breit. Scheinbar können auch die zahllosen gescheiterten sozialistischen Experimente die Menschen nicht davon abhalten, sich der Illusion hinzugeben, das könne man schon hinbekommen, man müsse es nur besser machen. Wir sind schon das Land mit der höchsten Umverteilungs-, also Steuerquote weltweit, die Steuerlast ist allein in den letzten 10 Jahren nochmals um 10% gestiegen. Das hält SPD, Linke und Grüne nicht davon ab, immer neue Geldquellen für ihre konsumatorische Politik zu suchen. Geradezu religiöse Züge hat die Links/Grüne Bewegung angenommen. Wir und der Rest der Welt leben besser als je zuvor. Die zweifelsohne vorhandene Herausforderung des Klimawandels anzugehen, braucht starke Staaten, Ideen und vor allem große Budgets, stattdessen manifestiert sich eine nie dagewesene Verbots- und Verzichtlust, die unsere Wirtschaft schwer beschädigt - keine gute Grundlage für erfolgreiche Klimapolitik. Auf der anderen Seite des politischen Spektrums erleben wir, dass der Verlust jeglichen Profils der CDU nach gut 14 Jahren Merkelei dazu führt, dass sogar aufrechte konservative Menschen ihr Heil in der AfD suchen, in der sie dann in unvermeidliche Nähe zu Gedankengut geraten, von dem wir hofften, es sei ausgestorben. Genauso bedenklich.

Wir haben seit Jahren Stillstand, anstelle pragmatischer und kluger Strategien erleben wir Symbolpolitik, Opfergaben an kurzlebige Strömungen und Zick-Zack Kurse. Dabei gibt es wirklich viele dringend zu bearbeitende Themen: Erneuerung der EU und Anpassung an die Kräfteverschiebungen in der Welt, Klimawandel und Energiewende, Erhalt unserer Wettbewerbsfähgikeit und damit Erhalt von Gestaltungsfreiräumen überhaupt - um nur einige zu nennen. Aber, wir vernichten Hunderte von Millarden, wenn wir Kraftwerke lange vor Ihrer Gebrauchslebensdauer abschalten und dann teuer Strom aus dem benachbarten Ausland beziehen - aus Kraftwerken gleicher Bauart! Oder, wenn wir uns in Sachen Mobilität vorzeitig auf eine bestimmte und fragwürdige Technologie festlegen, damit in naher Zukunft zigtausende Arbeitsplätze vernichten, anstatt auf die Innovationskraft des Landes zu vertrauen und mit technologieoffenen Vorgaben Fortschritt zu steuern. Nicht zu sprechen von schnell wechselnden Hysterien wie NOx, Feinstaub und so weiter.

Kein Wunder, wenn bei vielen derartigen Baustellen einerseits die höchste Steuerlast weltweit getragen werden muß, ohne daß unser Sozial- und Rentensystem, geschweige denn unser Bildungssystem besonders gut abschneiden.

Nun sind wir zuhause und wollen/müssen uns mit der Lage auseinandersetzen. Heute haben wir deshalb das seit 1866 stattfindende 3-Königstreffen der Liberalen besucht und dort manches wiedergefunden, was früher einmal Politik der Mitte ausgemacht hat: Positives und realistisches Denken sowie Vertrauen in die Schaffenskraft des Menschen und die Zukunft. Es geht der Welt heute weit besser als je zuvor (Buchempfehlung: Factfullness) und wir sollten daran arbeiten, diesen Trend fortzusetzen und mitzugestalten. Hysterie und Angst sind schlechte Ratgeber und Ideologien haben schon immer sehr viel Unheil erzeugt.

Das, was auf dem Dreikönigstreffen der FDP vorgetragen und diskutiert wurde, macht uns Hoffnung. Deshalb werben wir dafür, sich die Zeit zu nehmen und diesen Leuten zuzuhören, auch wenn der Reflex der Meisten erst mal Ablehnung ist. Erstaunlich oft passen dann die eigenen Vorstellungen doch sehr gut zum Programm.

Weniger…
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Besuch

Seit wir wieder in Augsburg sind, freuen wir uns über so einige Besucher: Maren & Stefan kamen noch vor Weihnachten vorbei - auf Einkaufstour sozusagen. Weihnachten habe wir uns über Egon, Enrico und Melissa gefreut und gleich danach kam Tom für ein paar Tage vorbei. Auch Martina & Walle und last but not least Martina (na klar, eine andere Martina) & Jupp durften wir beherbergen. Wir haben nicht immer Fotos gemacht, aber ein paar ganz ungestellte Aufnahmen ;-) gabe es dann doch. Schön, dass Ihr gekommen seit! 

  • Am Lech

  • Mit Tom und Egon im Museum - in barocker Verkleidung

  • Heilig Abend

  • Vorbereitung auf Heilig-Abend

  • Irmgard´s 80er

Willkommen 2020

Die Zeit vergeht wie im Fluge, das vierte Jahr mit graskarpfen beginnt.  Wir wollen wieder ganz in den Osten des Mittelmeeres, diesmal unsere Israelreise machen und dann weit hoch in die Ägäis, eventuell bis Istanbul. Und wie es so ist mit Plänen beim Segeln - vielleicht machen wir alles auch ganz anders - genau diese Freiheit haben wir ja gesucht.

Mal schauen, was 2020 so bringen wird ...

Spaziergang im Haspelmoor